Indien! Warum nicht? Indien ist fantastisch! Wo sonst wird man aus dem Flugzeug ausgespuckt und in derartig fremde, faszinierende, bunte, köstliche manchmal erschreckende, herrlich chaotische, meistens wundersam freundliche Welt geschleudert? 

Indien hat mich also wieder. Es ist nicht das erste Mal (wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal),  aber es ist mein erstes Mal im südlichen Bundesstaat Kerala – noch dazu quasi als alleinreisende Frau.

Ist das nicht gefährlich? Werden in Indien nicht ständig Touristen über’s Ohr gehauen, Frauen vergewaltigt; lauern nicht an jeder Ecke Armut, Elend, Müll; herrschen katastrophale hygienische Zustände und ist man als Reisender nicht ständig von Magenkrämpfen geplagt? Die Liste der Stereotype könnte so fortgeführt werden. Eigentlich traurig…sollte man nicht besser das glauben, was man selbst erlebt und erfahren hat? 

Inbesondere dieses Mal – hier in Kerala – sind meine Erfahrungen sehr gut. Das liegt zum einen an den sehr netten, aufgeschlossenen Reisebekanntschaften und entspannten Keralis, die ich in den letzten Wochen kennenlernen durfte; sowie an meinem Yogalehrer Santhosh. 

Richtig, ich bin hier um mein Wissen, meine Praxis und meine Erfahrungen im Yoga zu vertiefen bei einem s.g. Yoga Teacher Training.

Durch Zufall bin ich vor einigen Wochen auf Santhosh und seine Kasi Yoga Schule im Küstenort Varkala aufmerksam geworden. Er ist ein sehr guter Lehrer, der es versteht seinen “westlichen” Schülern das Prinzip und die Philosophie von Habhaft Yoga jenseits der physisch-fitnessorientierten Asana Praxis unserer Breitengrade näher zu bringen. 


Hier kann ich wirklich ein tieferes Verständnis für Yoga, seine Ursprünge und die Verknüpfungen zu heutigen Gesellschaften erlangen. Ein Aha-Erlebnis sozusagen. Ich kann nur jedem empfehlen, der sich auch eingehender mit Yoga beschäftigen möchte, dies in Indien zu tun. Hier liegt der Ursprung!
Wie sieht mein Tagesablauf bei Kasi Yoga in Varkala aus?

  • 6:00 Aufstehen bei Sonnenaufgang 
  • 6:30 Pranayama (Atemtechnik) und Meditation
  • Danach Teepause (Chai)
  • 8:00 Asana Praxis (Körperpositionen)
  • danach Frühstück (Kerala Style)
  • gegen 11:00 Theorie Einheit, d.h. Gespräche zu Yoga Grundlagen, Philosophie, Didaktik usw.
  • danach Freizeit für Selbststudium, Besorgungen oder Besuch am Strand 
  • Nachmittägliche Chai-Pause
  • 16:00 Asana Praxis, teilweise mit Fokus auf bestimmte Positionen o. Didaktik 
  • gegen 19:00 nach Sonnenuntergang essen wir dann Abendessen. 

    Zweimal die Woche unterrichtet Santhosh in einem Hindu-Tempel ein paar Einheimische und ich darf mit ;-) Letztens war da ein großes Festival. Sehr tolle Erfahrung! 

    Tagsüber helfe ich oft bei Besorgungen in der Stadt. Täglich kommt Emina, Santoshs “Haushälterin” und kocht uns leckeres Essen. Manchmal koche ich auch ;-)

    Samstag ist meistens “Yoga-frei”. Dann unternehmen wir was und Santhosh zeigt mir die Gegend, darunter diverse Tempel. Letztens sind wir sogar nach Kanyiakumari gefahren – der südlichste Punkt Indiens.

    Insgesamt dauert mein Kurs knapp 4 Wochen… Alles in Allem ein herrlich entspanntes, unhektisches Leben.

    Om shanti shanti shanti


    “Rupien, Rupien” lautet ein berühmter Roman von Vikar Swarup (später verfilmt als “Slumdog Millionaire”). Heute habe ich diese Überschrift aber nicht gewählt, um euch Buch oder Film wärmstens ans Herz zu legen. Ich wollte euch stattdessen die derzeitige Situation live aus Indien zu berichten:


    Neue Rupien braucht das Land!

    Hier dreht sich nämlich gerade alles um die indischen Banknoten. Vor zwei Wochen, Dienstagabend, den 8. November 2016 .- als alle Welt auf die USA und den Wahlausgang starrte – verkündete der indische Premierminister Narendra Modi, dass ab Mittwochmorgen, 9.11.2016, die 1000 und 500 Rupien Banknoten ungültig sind – 86 % des umlaufenden Bargeldes. Stattdessen werden neue 500er Noten gedruckt sowie statt den 1000er die neue 2000 Rupien Banknote eingeführt. Bis zum 31.12.2016 haben die Inder (und natürlich auch Expats und Touristen) die Möglichkeit die nun alten Geldscheine bei den großen Banken in Indien umzutauschen.

    Diese Bargeldreform wurde also sehr plötzlich verkündet. Die Planung und Vorlaufzeit währte wohl aber schon seit Monaten “top secret”. 

    Warum der ganze Stress?

    Man stelle sich vor – ein riesiges Land wie Indien, eines der bevölkerungsreichsten der Erde, zieht nun so eine tiefgreifende Bargeldreform durch. Ziel ist es mit der plötzlichen Umstellung jedoch umlaufendes Schwarz- und Falschgeld aufzuspüren, sowie die Korruption zu bekämpfen und das System quasi zu säubern.

    Mittlerweile berichten auch deutsche Medien zu dem Thema, das Auswärtige Amt hat zudem entsprechende Infos für Indienreisende veröffentlicht. 

    Wie sieht das ganze nun in der Realtität aus?

    Nachdem alle Banken und ATMs (Bankautomaten) am Tag nach der Verkündung geschlossen hatten, bilden sich seit etwa einer Woche riesige Warteschlange in und vor den Banken. Inder, wie Touristen versuchen hier nun ihre über Nacht quasi wertlosen Geldscheine umzutauschen.

    Obwohl bis zum 31.12.2016 Zeit zum Umtausch wäre, nehmen die meisten Shops, Restaurants und Unterkünfte keine alten Scheine mehr an.

    Neue 2000er Banknoten sind bereits im Umlauf – die kann jedoch kaum einer wechseln, da jetzt alle knapp an Bargeld sind. Ohnehin war es in Indien schon immer ein Krampf 500er oder 1000er Rupien gewechselt zu bekommen.

    Der Nachdruck der 500er Noten kam nicht so schnell voran, wie gewüscht- dass heißt: Dieses riesige Land hat das Geld zwar auf dem Papier – jedoch gerade noch nicht in bar vorrätig!

    Ein riesiges Problem: Die Bestückung der ATMs verläuft nicht so schnell voran wie erforderlich. Auch vor den ATMs bilden sich lange Schlangen. Leute warten mitunter zwei Stunden. Und dann ist der Automat vielleicht leergeräumt.Nachschub dauert noch einmal zwei Stunden…

    Hier nun ein paar Tipps für all jene, die in den nächsten Tagen nach Indien reisen.

    Tipps für die Indienreise kurz nach der Bargeldreform 11/2016

    • Dollar und/oder Euro für den Notfall zum umtauschen mitnehmen
    • verlasst euch nicht auf den ATM am Flughafen auch diese sind vielerorts leergeräumt oder noch nicht wieder in Betrieb. 
    • Wer kann, am besten ein paar tausend Rupien bei seiner Bank in Deutschland tauschen. Oder Fremdwährung direkt am Flughafen in Indien.
    • Lasst euch keine 1000 und 500 Rupien Scheine geben! Sonst habt ihr erst einmal in Indien die Rennerei zur Bank. Wer möchte seine ersten Tage hier schon gern wartend in der Schlange vor der Bank zubringen?
    • In vielen Touristenorten akzeptieren Shops, Restaurants und Unterkünfte auch Kreditkarte – VISA Card wird eher genutzt als Master Card.
    • Statt Geldumtausche von Dollar/Euro bieten viele Reiseagenturen in den Touistenorten auch s.g. Cashback an. D.h. Ihr zahlt einen Betrag per Kreditkarte, der euch dann in bar ausgezahlt wird. Gegen Gebühr. 
    • Abends haben die Wechselstuben und Travel Agencies in der Regel keine Rupien mehr – besser ist der Gang am Morgen.
    • Das gleiche gilt für Banken zum Umtausch und ATMs. Letztere werden gegen nachmittag aufgefüllt, sind jedoch mitunter sehr schnell wieder leer.
    • Achtung: Maximal könnt ihr nur 4,000 alte Rupien pro Tag bei der Bank umtauschen; am ATM kann man pro Tag nur 2.000 Rupien abheben. …soweit der Stand vom 20.11.2016

      Lasst euch nicht abschrecken! ;-) Irgendwie kommt ihr schon durch.

      Ich selbst habe gerade das Glück einige Wochen an ein und demselben Ort zu bleiben und bin hier gut versorgt. Gelegentlich habe ich mir etwas Bargeld von einem indischen Bekannten geliehen. Und gestern hielt ich meinen ersten druckfrischen 2000er Schein in der Hand. Das Anstellen am ATM hat nicht mal eine Stunde gedauert. 



      Wenn einem Indien eine Lektion erteilt, dann ist es Geduld. :-)
      In diesem Sinne: Om shanti namaste! 

      Hallo ihr Lieben – es ist Zeit, dass sich hier auf dem Blog mal wieder etwas tut, oder? Sehe ich auch so! Also her mit neuen Geschichten von Weiteweltweltweit!

      Anlass ist eine Reise nach Asien: für knapp 3 Monate geht es für mich (Anja) nach Indien, Sri Lanka und “?”. Zunächst quasi als “Alleinreisende”…

      Letzte Woche bin ich nun in Kochi gelandet. Die Stadt liegt in Südindien, im Bundesstaat Kerala. Laut einer Legende ist es “God’s own country” – Vishnu habe das Land erschaffen und alle Menschen eingeladen hier zu leben. Multikulti ist hier Programm. 

      Kerala ist reich – reich an Geschichte (Vor den Briten waren hier bereits die Portugiesen und Niederländer. Es wurde Handel mit Europa und Ostasien getrieben. Vasco da Gama liegt hier begraben.); reich an Tourismus (In der Tat: In Kochi sehe ich sehr viele ausländische Touristen. Sehr viele Einwohner gehen einem touristischen Business nach); reich an Gelassenheit (Kochi gehört zu den sichersten Städten Indiens. Im Allgemeinen zählt Kerala als perfektes Einstiegsziel für Indienreisende. Die Menschen hier erscheinen mir im indischen Vergleich wirklich recht gelassen.)

      Und so habe ich meine ersten Tage hier verbracht: als gelassene Touristin ein bisschen Geschichte in Kochi auf mich wirken lassen.

      In diesem Sinne: zur Einstimmung auf Kerala ein paar Fotos. 
      Bald gibt’s mehr!

      Cocktailrunde in Peru!

      Pisco, nur echt aus Peru

      Pisco, nur echt aus Peru ;)

      Passend zum bevorstehenden Silvester möchten wir euch heute den Pisco Sour vorstellen – einen säuerlich-erfrischenden Drink, welchen wir als DAS (alkoholische) Nationalgetränk Perus kennenlernen durften. Dort gibt es den Pisco Sour fast überall – selbst in so manchen Chicken Fast Food Lokalen. Viele Peruaner genießen ihn als Aperitif vor dem Mittag- oder Abendessen. Doch auch als abendlicher Drink in einer Bar macht der Pisco Sour eine gute Figur. Es gibt ihn auch in weiteren Geschmacksrichtungen, z.B. Marajuca oder Ananas. Heute geht es uns aber um den klassischen Sour.

      Pisco Sour Runde in Puno, am Titicaca See

      Pisco Sour Runde in Puno, am Titicaca See

       

      Pisco Sour Runde in Lima - hier in der Geschmacksrichtung Maracuja

      Pisco Sour Runde in Lima – hier in der Geschmacksrichtung Maracuja

      Wesentliche Zutaten sind:

      1. Pisco – ein Weinbrand aus Traubenmost, der im Original in der Region um die Stadt Pisco, südlich der peruanischen Hauptstadt Lima, mit den dort wachsenden Trauben hergestellt wird. Im Übrigen beansprucht Chile das Original für sich. Der regionale Ursprung scheint jedoch unverkennbar in der Region Pisco zu liegen. Allerdings ist Chile Exportanführer in Sachsen Pisco Spirituosen. Wie dem auch sei, dies scheint ein immerwährender Streitpunkt zwischen den beiden südamerikanischen Nationen Peru und Chile zu sein…
      2. Limettensaft – Limetten scheinen allgegenwärtig in Peru. Man bekommt sie überall zu extrem günstigen Preisen. Limetten sind nicht nur beim Mixen von Pisco Sour unerlässlich sondern auch wichtige Zutat beim Nationagericht der peruanischen Küste: Ceviche – ein in Limettensaft marinierter (roher) Fisch.
      La Botija Pisco aus Peru

      La Botija Pisco – unser Souvenir aus Peru

      Zutaten für Pisco Sour

      • 3 Teile Pisco
      • 1 Teil (frischer) Limettensaft
      • 1 Teil Zuckersirup o. 2 TL Zucker
      • 1 kleines Eiweiß
      • Eiswürfel
      • Optional: eine Prise Zimt
      • Optional: 2 Tropfen Angosturabitter – ein Bitter, den wir selbst bei unserer Eigenkreation des Pisco daheim nicht vorrätig hatten…

      Zubereitung von Pisco Sour

      Man benötigt für die Zubereitung einen Cocktail Shaker oder schlicht einen Mixer (Blender). Pisco, Limettensaft, Sirup bzw. Zucker und das Eiweiß in den Shaker bzw. Mixer geben und alles kräftig durchmixen. Bildet das Eiweiß einen Schaum auf der Oberfläche, ist der Pisco Sour richtig. Das Ganze in Gläser mit Eiswürfel füllen und 2 Tropfen Angostura sowie eine Prise Zimt darauf. Fertig ist euer Peruanischer Drink. Salute!

      Selbstgemachter Pisco Sour Selbstgemachter Pisco Sour

      In diesem Sinne:

      Wir wünschen euch ein gesundes und glückliches neues Jahr 2016!

      Eure Anja & Markus (weiteweltweltweit.de)

      Peru Lima Anthropologisches Museum

      Hiking Santa Cruz Trek Peru

      Wandern in den Cordillera Blanca – auf eigenen Wegen im Huascarán Nationalpark

      Einer der populärsten Wandertouren in den peruanischen Anden ist der etwa 4-tägige Santa Cruz Trek in den Cordillera Blanca – den schneebedeckten, weißen Kordilleren.

      Die Cordillera Blanca, nord-östlich von Lima gelegen, ist einer der höchsten Gebirgszüge Südamerikas –  mit mehr als 50 schneebedeckten Bergen über 5.700 m. Auch der höchste Gipfel Perus, der Huascarán (6.768 m), befindet sich hier. Das Faszinierende: Mit 9° südlicher Breite liegt dieses Hochgebirge praktisch in den Tropen und bildet damit das weltweit größte Gletschergebiet auf dem Äquatorgürtel.

      Hier zu wandern und auf dem etwa 50 km langen Santa Cruz Trek den 4.750 m hohen Punta Union Pass zu überqueren ist ein einmaliges Erlebnis. Nirgendwo erscheint dir der Himmel so nah!

      Die Baumgrenze liegt auf 4.500 m – zum Vergleich: in den Alpen liegt diese auf 2.500 m. Das heißt: landschaftliche Abwechslung ist auf diesem Trek garantiert; dazu eine faszinierende Flora und Fauna.

      Wir sind die Wanderung 4 Tage / 3 Nächte lang gegangen. In Huaraz bieten etliche Agenturen Gruppentouren mit Guides und Lasteseln an. Der Santa Cruz Weg ist aber so gut ausgeschildert, dass man ihn ohne Probleme individuell und ohne Guide erwandern kann. Wichtig ist nur eine gute Vorbereitung: Proviant, Zelt, Schlafsack. Unterwegs gibt es nur dich und die Natur..ok, und ein paar Kühe…und den einen oder anderen Wanderer. ;-P

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      Hola ihr Lieben!

      Etwas mehr als eine Woche sind wir jetzt “schon” (oder “erst”?) in Peru unterwegs. Schnell wurde uns klar: Was hat dieses Land alles zu bieten – unglaubliche Landschaften und Natursschaetze, eine lebendige, vielfaeltige Kultur und jede Menge alte, mystische Geschichten. Mit 4 Wochen Zeitrahmen im Nacken folgen wir zunaechst mehr oder weniger dem so genannten Gringo-Trail (die Touri-Runde). Hier gibt es eine prima ausgebaute Infrastruktur und Moeglichkeiten und die Highlights liegen auf der Strecke.

      Von Lima ueber Arequipa zum Colca Canyon

      Von Lima aus fuehrte uns der Weg also zunaechst nach Sueden auf die Paracas Halbinsel. Die Landschaft wird als Kuestenwueste bezeichnet. Wirklich Wueste! Aber dank Humboldstrom mit einem unglaublichen Reichtum an marinen Leben. So durften wir u.a. Pelikane, Guano-Toelpel (diese “produzieren” uebrigens biologischen Pflanzenduenger), Flamingos, riesige Seesterne, Humbold-Pinguine und Seeloewen aus der Naehe sehen! Jaaa, so ein kleines Seeloewen-Baby war auch dabei :) Fotos kommen spaeter, sorry.

      In der Naehe sind auch die Nazca-Linien…riesige Scharrbilder der Nazca Kultur. Wir goennten uns den Flug mit einem kleinen Flugzeug. Definitiv ein Highlight, auch fuer Anjas Magen ;-)

      Mit dem Nachtbus ging es dann weiter enlang der Panamericana nach Sueden, mit relativ langweiliger Landschaft (deswegen ist Nachtbus perfekt dafuer) nach Arequipa auf ca. 2.800m. Die Stadt besitzt einen grossen Reichtum kolonialer Architektur, da sich u.a. hier die Spanischen Eroberer niederliessen und die indigene Bevoelkerung, in erster Linie die Inka, zum christlichen Glauben bekehrten. Rund um Arequipa ragen Vulkane in die Hoehe, u.a. der s.g. “Misti” – die Leute sagen, dieser Vulkan wird die Stadt eines Tages zerstoeren. Wir befinden uns hier auf dem s.g. Feuerguertel.

      Die Altstadt ist sehr touristisch und hat alles, was man sich wuenschen koennte, darunter ein ziemlich tolles Schokoladen-Cafe mit Bio Schokolade aus Peru...mmmmh! Ausserdem gibt es einen kostenlosen Stadtrundgang, der von Studenten auf Spendenbasis durchgefuehrt wird. Absolut empfehlenswert!

      In Arequipa wagten wir auch das wahre “Abenteuer Peru” und machten einen Ausflug zu einem Salzsee “Lagunas Salinas” in der Naehe auf ueber 4.000m Hoehe. In einer Stadt, in der der Tourist alle moeglichen Touren buchen kann, die einen direkt vor der Haustuer abholen und mit geraeumigen, gefederten Bussen durch die Pampa tragen, haben wir uns zur Abwechslung fuer die “Local Tour” entschieden. “Local Tour” deshalb, weil wir mit den hiesigen oeffentlichen Verkehrsmitteln die ca. 40km zum Salzsee zurueckgelegt haben. Zunachst mussten wir mit einem s.g. Collectivo, einem Kleinbus, zu einer entsprechenden Bushaltestelle. Von da aus ging abgeblich um 7 Uhr morgens der Bus ins Dorf am Salzsee. Der Bus fuhr dann erst 8.30 los – aber er fuhr! :) Halb 11 waren wir auf 4.000m Hoehe. Blanke Ruhe. In der Ferne schwelte ein Vulkan, vor uns die weisse Flaeche des Sees. Die Sonnte brannte, weit und breit kein Schatten. Llamas und Alpacas um uns. Die duenne Luft war deutlich zu spueren. Gegen 14.00 “schon” kam der Bus nach Arequipa zurueck, aber durch den Hoehenunterschied waren wir ganz schoen platt.

      In Arequipa gibt es auch ein sehr sehenswertes Museum ueber die andinen Kulturen, Vor einigen Jahren gab es auf den umliegenden Vulkangipfeln eine sensationelle Entdeckung: Die Mumie eines Inkamaedchens, welche den Goettern geopfert wurde. Man taufte sie “Juanita”. Die ganze Geschichte ist sehr interessant. Das Museum in Arequipa stellt mehrere Fundstuecke der Expedition aus und schliesslich auch die eingefrorene Juanita.

      Wir setzten unsere Reise fort: next stop Colca Canyon, der zweittiefte Canyon der Erde. Auf ca. 3.300m Hohe geht es teilweise 1000m tief in die Schlucht des Colca Flusses. Hier herrscht ein mildes Klima, es wachsen allerhand Getreide-, Obst- und Gemuesesorten, darunter natuerlich Mais und Kartoffeln, und sogar Oliven und Feigen, welche auf Terassenfelder angebaut werden. Wir entschieden uns auch hier wieder fuer eine etwas individuelle Variante und wanderten einen Tag lang entlang des Canyons. Wir waren ueberrascht, wie gut alles augebaut ist. Der Segen des Tourismus bescheert den Menschen hier eine top asphaltierte Strasse, 24h Strom und sogar Internet. Wenn wir da an das etwas gleich hoch gelegene Manang auf dem Annapurna Rundweg in Nepal denken… Das Highlight des Colca Canyons sind die riesigen Kondore – eine Geierart mit bis zu 3m Fluegelspannweite. Diese Tiere sind vom Aussterben bedroht. Ohne Erwartungen kamen wir am Morgen halb 8 zum Aussichtspunkt, dem Cruz del Condor. Und ja, wir haben Kondore gesehen, die sich in der morgendlichen Thermik in die Luefte schwangen. Nicht nur einen oder zwei, nein 10..15 Tiere waren teilweise gleichzeitig in der Luft. Ein unglaubliches Naturschauspiel!

      Habt ihr bis hier hin tapfer mit Lesen durchgehalten? ;) Danke euch!!! In diesem Moment befinden wir uns gerade in Puno, am Titicaca See auf der Altiplano Hochebende auf ca. 3.800m. Morgen machen wir einen Ausflug zu den Inseln und schlafen da auch eine Nacht. In den kommenden Tagen geht es dann weiter nach Cuzco. Von da aus werden wir uns wahrscheinlich wieder melden.

      Hasta luego!

      Anja y Markus

      P.S.: Entschuldigt die Tippfehler!

      Fotos auf Instagramm: instagram.com/weiteweltweltweit.de

       

      Hola amigos!

      Peru ist riesig, nur vier Wochen Zeit…das realisieren wir grad ;-)

      Nach 2 vollen Tagen in Lima sind wir heute gen Süden auf der Panamericana aus der Stadt raus gestartet. Ziel war dei Halbinsel Paracas mit dem Nationalpark. Küstenwüste weit und breit. Lima ist eine der größten Wüstenstädte weltweit. Auch wenn man das auf den 1. Blick nicht sieht.

      In Paracas werden wir morgen den Nationalpark per Boot erkunden.

      P.S.: Der Spanisch Kurs hat sich gelohnt ;)

      Am Strand von Paracas

      Ihr wollt mehr Bilder? Geduld – Internet ist nicht sehr schnell. Schaut auch mal auf den Instagram Kanal: instagram.com/weiteweltweltweit.de

       

       

      Wo uns die Reise hinführt…

      Es geht wieder los! Wir schnüren unser Backpacker-Ränzlein und machen uns auf gen Westen. Vier Wochen Peru liegen vor uns! – An dieser Stelle Dank an unsere Arbeitgeber und Kollegen, die uns diese Wochen ‘out of order’ ermöglichen!

      Warum Peru?

      • Südamerika ist noch ein blinder Fleck auf unserer persönlichen Landkarte. Höchste Zeit dies zu ändern!
      • Nach einem Jahr Spanisch Kurs brennen wir natürlich darauf, das Gelernte umzusetzen.
      • Und schließlich ist August/September die perfekte Zeit für klare Sicht auf die bis zu 7.000 m hohen Gipfel in den Anden.
      • Neben Hochgebirge hat Peru noch viele weitere Klimazonen zu bieten – diese reichen von Küstenwüsten über Nebelwälder bis hin zu tropischem Regenwald
      • So klangvolle Namen wie Machu Picchu, die Anden, Nazca-Wüste, Titicaca-See und Amazonas Becken locken doch früher oder später jeden Reisebegeisterten, oder?
      Peru Landkarte

      Peru – Da geht es hin!

      Unsere Rucksäcke sind gepackt, morgen geht es los!

      Dieses Mal nehmen wir auch eine kleine Camping Ausrüstung mit. Das bedeutet noch weniger Platz für Schnickschnack. Nichtsdestotrotz ist der Rucksack trotzdem fast 15 Kilo schwer. So lassen wir auch das Netbook daheim und werden während unserer Zeit in Peru aber das eine oder andere Foto hier im Blog sowie auf unserem weiteweltweltweit.de Instagram Accout. …und hoffen, dass wir euch nach der Reise etwas mehr Beitragsfutter bieten können. (An Ideen mangelt es ja nicht…)

      El Condor pasa

      Zur Einstimmung gibt es schon mal ein peruanisches Nationallied – “El Condor pasa”. So hoffen auch wir, dass wir bald die Condore fliegen sehen. Der eine oder andere kennt es bestimmt aus den hiesigen Fußgängerzonen…

      Wir sehen uns in Peru!

       

      Das Yellow Oil aus Trat

      Das Yellow Oil aus Trat

      Letzte Woche beim Bad putzen (!) fiel mir dieses kleine Fläschchen in die Hände: Yellow Oil der Marke Somtawin Ang-Ki. Das ätherische Oil zur Anwendung auf der Haut  ist ein echter Geheimtipp als Souvenir. Laut Produktbeschreibung kann es gegen eine Reihe größerer und kleinerer Wehwehchen helfen, die einem insbesondere auch mal auf Reisen packen:

      • “Lindert Schmerzen bei leichten Verbrennungen,
      • leichten Hautverletzungen,
      • Mücken- oder Insektenstichen,
      • Krämpfen,
      • steifen Nacken,
      • Arthritis.
      • Hilft bei Kopf-, Glieder-, und Muskelschmerzen sowie
      • bei Flug – und Seekrankheit.”

      (Quelle: somthawinyellowoil.com)

      Das gelbe Öl besteht aus einer einer Reihe von Pflanzenauszügen, darunter Kampfer und Aloe Vera. Das echte Yellow Oil ist (fast) nur in dem theiländischen Städtchen Trat und der näheren Umgebung erhältlich. Das Öl duftet erfrischend – und erinnert mich auch 2 Jahre später noch an Thailand. Besonders gut tut es übrigens bei juckenden Mückenstichen.

      Gemütlich unterkommen im Ban Jeerai Guesthouse in Trat

      Trat ist eine Küstenstadt im Osten von Thailand, Richtung kambodschanische Grenze und etwa 5 Busstunden von Bangkok entfernt. Mancher Tourist kennt die Stadt nur von der Durchreise auf dem Weg zur Urlaubsinsel Koh Chang. Doch ein Zwischenstopp lohnt wirklich sehr! Das idyllische Örtchen hat einige schöne Ecken zu bieten.

      Das gemütliche Ban Jeerai Guesthouse können wir nur empfehlen: sehr hübsch eingerichtet, saubere einfache Zimmer zum super Preis und leckeres Frühstück. Außerdem verkauf Frau Po das berüchtigte Yellow Oil. Wir haben uns gleich 4 kleine Fläschchen besorgt. Aber auch in den Läden der Stadt ist das Öl erhältlich.

      Frühstück im Ban Jeerai Guesthouse mit Blick zum Weihnachtsbaum

      Frühstück im Ban Jeerai Guesthouse mit Blick zum Weihnachtsbaum

       

      Was tun in Trat?

      1. Marktbesuch

      Eines der besten Dinge, die man in Trat machen kann ist der Nachtmarkt mit all seinen Köstlichkeiten – klar, wie sollte es in einer thailändischen Kleinstadt auch anders sein?!

      Die Qual der Wahl - der Markt in Trat

      Die Qual der Wahl – der Markt in Trat

      2. Spazierengehen

      Sehr idyllisch ist ein Spaziergang entlang des Flusses.

      Spaziergang entlang des Flusses in Trat

      Spaziergang entlang des Flusses in Trat

      3. Tempel gucken

      Neben den typischen prunkvollen Thai Tempeln gibt es in Trat auch eine große chinesische Community.

      4. Thai Massage

      Noch ein Tipp zum Schluss: In der nähe des Marktes gibt es einen Massageladen, der von blinden Masseuren geführt wird und günstige und gute Thai Massagen anbietet (Blind People Massage).

       

      Noch mehr Souvenirs auf Reisen:

      Nachdem wir schon bei unserem letzten Blogbeitrag ist Osteuropa verweilten, bleiben wir doch noch ein bisschen hier und versuchen uns an einem Rezept für Pierogi (oder Piroggi). Diese kleinen (manchmal auch großen) gefüllten Teigtaschen gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen der unterschiedlichsten Nationalküchen östlich von Deutschland. Von Polen, über die baltischen Staaten, bis nach Finnland (Karjalanpiirakka), Russland (Pelmeni oder Wareniki) usw. – ja, selbst in Kirgistan (Manty), Zentralasien, sind sie uns begegnet. Und selbst die tibetanischen Momos (Rezept gibt’s hier!) sehen den Pierogi ganz schön ähnlich…

      Höchste Zeit also, das wir uns selbst einmal an Pierogi versuchen. Das tolle ist, dass man die Füllungen ganz individuell kreieren kann: mit Fleisch/ohne Fleisch, Käse, Gewürze, Kräuter, Gemüse usw.

      Selbstgemachte Pierogi / Piroggen

      Rezept für Pierogi

      Zutaten für den Teig:

      • 4 Tassen Mehl (Weizen, Dinkel, Vollkorn oder Mischmehl)
      • 1 TL Salz
      • 1 Ei
      • 2 TL Speiseöl, z.B. Olivenöl
      • 1 Tasse warmes Wasser

      Zutaten für die Füllung:

      • 2-3 mehlig kochende Kartoffeln
      • 125g Quark oder Schafskäse oder Hirtenkäse
      • 4-5 Pilze, z,B. Champignons, Austernpilze
      • 1 Zwiebel
      • 1 kleiner Bund Petersilie

      Alternative Zutaten für kreative Füllingen:

      • Karotten
      • Rote Beete
      • Pastinaken
      • Sauerkraut
      • Tofu
      • Dill
      • Schnittlauch

      Sonstige Zutaten:

      • Öl zum Anbraten
      • Sour Cream für das Topping

      pierogi zutatenliste
      Zubereitung:

      Kartoffeln schälen und weich kochen oder dämpfen lassen. Währenddessen den Teig vorbereiten: Mehl in eine Schüssel, darauf Salz, Ei, Öl und die Hälfte des Wassers geben. Das ganze mit der Hand für etwa 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Bei Bedarf Wasser nachschütten. Der Teig muss weich und elastisch sein und darf nicht mehr kleben, Anschließen in ein Tuch wickeln und in den Kühlschrank stellen. Das verhindert das Austrocknen des Teigs.

      Jetzt kommt die Füllung: Die weich gekochten Kartoffeln in einem tiefen Teller mit einer Gabel zerdrücken. Zwiebel und Pilze in sehr kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. Die Pilz-Zwiebel Masse zu den zerstampften Kartoffeln geben. Anschließend den Feta in sehr kleine Stücke schneiden, die Petersilie klein hacken und beides ebenfalls zu den Kartoffeln dazu. Das Ganze wird jetzt ordentlich miteinander vermengt.

      Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Mittels eines Trinkglases oder einer Tasse lassen sich einfach kreisrunde Formen ausstechen. Auf die Mitte einen Teelöffel der Kartoffelfüllung geben und anschließend den Kreis zu einem Halbkreis zusammenklappen. Den Rand mit den Fingern zusammendrücken oder leicht zwirbeln.

      Jetzt die Pierogi in einen Topf mit heißem, wallenden (nicht kochendem) Wasser geben, Sobald die Teigtaschen an die Oberfläche schwimmen aus dem Topf nehmen. Anschließend in einer heißen Pfanne mit etwas Öl kurz anbraten. Zum Servieren Sour Cream und nach belieben gebratene Ziebel sowie frische Petersilie reichen.

      Zubereitung Pierogi

      So, nun haben wir aber Hunger! Guten Appetit!

      P.S.: Das Rezept könnt ihr so ähnlich auch in dem dem Buch “The world’s best street food” aus dem Lonely Planet Verlag finden.