Rueckblick auf Kanchipuram

Im Devarajaswami Temple , gewidmet dem Gott VishnuUeber 5 Wochen waren wir bei RIDE. Am Wochenende haben wir uns von unserer Gastfamilie, der Organisation und der Stadt verabschiedet.  Heute wollen wir euch unsere letzte Wirkungsstaette, die Stadt Kanchipuram, noch einmal vorstellen! Hier nun ein paar Fakten und jede Menge Fotos:

Kanchipuram (kurz Kanchi) hat etwa 160.000 EInwohner und ist damit eine indische Kleinstadt. Die Stadt liegt im Norden des Bundesstaates Tamil Nadu, ca. 80 km suedwestlich von Chennai. Um Kanchi herum erstrecken sich Doerfer, Reisfelder und Kokusnussplantagen. Vom 4. bis 9. Jh. war Kanchi die Hauptstadt der s.g. Pallava Kultur. Diese begannen riesige hinduistische Tempelanlagen zu bauen. Charakteistisch sind deren riesige Tuerme an den Tempeleingaengen, gopuram genannt. Diese bestehen nicht selten aus ueber 10 Stockwerken und sind ueber und ueber mit detailreichen Steinskulpturen bestueckt. Teilweise bunt bemalt in stereo. Fuer ihre unzaehligen Tempel (ueber 1000 sollen es wohl sein) ist Kanchipuram heute beruehmt. Die Stadt zaehlt zu den 5 heiligsten Staedten in ganz Indien.

Neben den markanten Tempeltuermen ist das Stadtbild gepraegt von einem geschaeftigen Treiben: Busse, Rikshaws, Autos, Motorroller, Fahrraeder, Haendler, Marktfrauen, Polizisten, Schulkinder, Landstreicher, Kuehe, Hunde – sie alle tummeln sich auf den Strassen. In den letzten Wochen ist Kanchi ein bisschen zu unserem Zuhause geworden. Wir wissen wie das oeffentlich Verkehrs-„system“ funktioniert, wo man das beste Gemuese einkauft, wo die Post ist und wo der beste Laden fuer fisch gepessten Saft ist.

Jedes vierte Geschaeft ist ein Juwellier (Inder investieren sehr gern in Gold als Geldanlage), jedes dritte ein Shop fuer Seidensaris. Das ist der zweite Punkt, fuer den Kanchipuram beruehmt ist, die Seidenindustrie. Saris (das traditionelle Gewand der indischen Frau) aus Seide sind recht teuer und werden nur zu besonderen Anlaessen, wie etwa einer Hochzeit getragen. Oftmals werden die 4 x 8 m langen Stoffbahnen (das ist im Prinzip der Sari) noch in Handarbeit gefertigt. Frueher mussten dafuer noch viel mehr Kinder an den Webstuhl ran. Auch mit dem Engagement von RIDE konnte diese Zahl erheblich gemindert werden.

Wir selbst waren eigentlich nur unter der Woche in Kanchipuram und haben dabei nach und nach einige Tempel besuchen koennen. Ansonsten zeigte uns unsere Kollegin Anu den Gemuesemarkt, ab und zu sind wir in die beiden RIDE Schulen in den umliegenden Doerfern Sevilimedu und Arpakkam oder zu den Weberfamilien gefahren… Hier gibts ein paar Bilder von unserer Kanchi-Zeit:

2 comments
  1. kevinfleischer said:

    Tolle Bilder! Waren das alles Schnapschüsse oder hat hier jemand geübt. 😉
    Wie war der Unterirdische Tempel? Und was haben die Kids vom Deutschen Winter gehalten?

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