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Monthly Archives: Januar 2013

IMG_8839Nachdem wir nun mittlerweile schon wieder fast 2 Wochen in Kambodscha sind, möchten wir dennoch gern ein paar Zeilen über unsere Grenzüberquerung von Thailand aus loswerden. Im Vorfeld hatten wir uns relativ gut über einschlägige Internetforen informiert und wussten zumindest so ungefähr was auf uns zukommt. Grenzübergänge zwischen Thailand und Kambodscha sind berüchtigt für ihre vielerlei Arten Touristen abzuzocken (Border-Scam).

 

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Blick ueber den Stausee in Sangkhlaburi

Blick ueber den Stausee in Sangkhlaburi

Thailand – Land des Lächelns, der Glasnudelsuppen, des Massentourismus; aber auch Land romantischer Backbacker-Fantasien. Es scheint, als habe Thailand für jede Geldbörse und für jeden Typ Traveller (sowohl Pauschali, als auch Back-, Flash- oder Poshpacker?!) das passende Angebot. Doch bei all den Packages und Paketen, den Shuttle Services und VIP Bussen wird selbst der alternativste Rucksack-Reisende, na sagen wir, bequem. Alles ist so einfach, alles ist möglich.

Thailand wäre also definitiv unser Tipp für jeden „Asien-Anfänger“. Befestigte Straßen mit Ampeln und Verkehrsteilnehmer, die die Regeln befolgen, freundliche und allzeit hilfsbereite Menschen, sauberste Unterkünfte mit ‚Western Style Toilets‘, jede Menge leckeres Futter (v.a. für Fleischetarier…) und zahlreiche Aktivitäten und Angebote: von Tempelbesichtigungsmarathons über Dschungel- und Schnorcheltrips bis hin zu Komplettbehandlungen im Spa und nicht zu vergessen Elefantenreiten, Elefantenstreicheln, Elefantenschwimmen…

Auf dem Weg zum Three-Pagoda-Pass (Grenze zu Myanmar)

Auf dem Weg zum Three-Pagoda-Pass (Grenze zu Myanmar)

Wer zwischen 7Eleven (eine Mini-Supermarktkette, deren Filialen fast durchgängig geöffnet haben und sich insbesondere in Südost- und Ostasien großer Beliebtheit erfreuen), free WiFi an jeder Ecke und Hotelzimmern mit Klopapier jedoch noch einmal das wahre Abenteuer sucht, der sollte Thailand einmal mit dem Öffentlichen Personennahverkehr durchqueren. Hier unser Routenvorschlag:

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AyutthayaNach 3 1/2 Wochen hieß es Abschied nehmen von unserer Freundin Bianka, die sich traute, uns besuchen zu kommen und ihren Jahresurlaub mit uns in Thailand verbrachte. Wir hatten eine sehr ereignisreiche Zeit und hoffen, dass es Bianka genauso spannend fand, wie wir.

Die ersten Tage zu Dritt verbachten wir im Großstadtgetümmel Bangkoks, zwischen den glitzernden Wats am Königspalast („Wat“ ist die Thai-Bezeichnung für Tempel) und ebenso glitzernden Shoppingsmalls am Siam Square, zwischen Skytrain und Expressboot (dem ohnehin schnellsten öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt), zwischen der von Touristen überlaufenen Kao San Road und einem Ausflug auf die verschlafene Flussinsel Ko Kret.

Danach ging es in die alte Hauptstadt Ayutthaya, nördlich von Bangkok. Schnell wurde uns klar, dass man beim Reisen flexibel bleiben muss, und so verbrachten wir Silvester hier und entschieden uns nicht, wie ursprünglich angedacht, in den Norden Thailands zu ziehen, sondern bevorzugten es, den ‚wilden Westen‘ um Kanchanaburi zu erkunden. Hier waren die Entfernungen nicht so weit, was angesichts der knappen Zeit nur von Vorteil sein konnte.

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IMG_6649Nach all den wunderbaren Trekkingberichten, Videos und Bildern folgt an dieser Stelle ein Artikel aus kritischerer Perspektive. Es geht um die Trekkinggebühren die für das Betreten der Nationalparks in Nepal fällig werden.

Für jeden Nationalpark zahlt man gesondert Eintrittsgebühren wenn man dort wandern möchte. Das Geld wird „angeblich“ für’s Management des Nationalparks verwendet (z.B. Wegebau, Beschilderung, etc. & für Entwicklungsprojekte die der ländlichen Bevölkerung zu Gute kommen sollen)

Zusätzlich braucht man die sogenannte TIMS (Trekkers Information Management System) Card – zumindest wird einem das eingeredet. Diese wird dann an verschiedenen Checkpunkten entlang der Route überprüft und es wird registriert wo man überall schon langgekommen. Hintergrund der ganzen Sache ist, dass im Notfall (z.B. schlechtes Wetter, Unfall) die nepalesische Bergwacht so ungefähr weiß auf welchen Streckenabschnitten sich welche Wanderer befinden. Alles in allem klingt das sehr vernünftig und die Ideen hinter den beiden Gebührenerhebung sind durchaus zu unterstützen.

Was wir hingegen nicht mehr unterstützen können, sind die nahezu willkürlichen Preissteigerungen (wohlgemerkt nur für Ausländer) für sowohl die Nationalpark-Tickets als auch die TIMS-Card. Zum einen zahlen Einheimische Nationalparkgebühren, die teils um den Faktor 25!!! unter dem Ausländerpreis liegen. Zum anderen wurden die Ausländerpreise in den vergangen Jahren um mehrere Größenordnungen willkürlich angehoben. Kostete der Eintritt für den Langtang Nationalpark bis Juni 2012 noch 1000 NPR (~10 Euro) so sind es seit Anfang Juli auf einmal 3000 NPR gewesen. Zusätzlich hat die TIMS Card noch einmal mit 1800 NPR pro Person zu Buche beschlagen. Eine Woche Langtang-Nationalpark hat uns also rund 90 Euro gekostet. Nach westlichen Maßstäben geht das sicherlich völlig in Ordnung bedenkt man jedoch, dass um die 40 Prozent (Stand 2005) der Nepalesen mit unter 1$ am Tag auskommen müssen, wird das Ganze schon in ein anderes Licht gerückt. Hier wird eindeutig willkürlich und völlig intransparent Geld vom Touristen abgesahnt. Darüberhinaus, muss man sich die TIMS-Card, die eigentlich gar nichts mit dem jeweiligen Nationalpark an sich zu tun hat und ein eher globales System darstellt, für jeden Trek erneut besorgen. Es gibt absolut keinen rationalen Grund (abgesehen von Abzockerei) warum man diese eine Karte nicht für seinen gesamten Nepal Aufenthalt nutzen kann – unabhängig wieviele Treks man macht.

Nachdem wir uns mit einigen Einheimischen im Park unterhalten haben hat sich auch schnell herausgestellt, dass von unseren 90 Euro dort relativ wenig bis gar nichts ankommt. Laut ihrer Aussage versackt das Geld in den korrupten Regierungskreisen.  Das nahezu willkürliche Drehen an der Preisschraube für die Trekkinggebühren scheint eine sehr einfache Möglichkeit der Regierung zu sein, um zum einen schnell und einfach an Geld zu gelangen und sich zum anderen nicht mit den eigentlichen Problemen des Landes auseinandersetzen zu müssen (z.B. Straßeninfrastruktur, Müllentsorgung, Energieversorgung usw.).

Übrigens sind auch die Einheimischen in den Bergen, die die Teahouses (wie die Gästehäuser genannt werden) betreiben, nicht gerade begeistert von den enorm hohen Gebühren. Diese kommen nämlich kaum den Parks direkt zugute. Wegemarkierungen werden oft von den Locals selbst initiiert. So versuchen sie die Wanderer auf den ‚rechten‘ Weg zu halten, damit diese auch durch ihre Dörfer laufen und bei ihnen einkehren oder übernachten.

Trekking ist die Haupt-Attraktion des Landes und genau deswegen kommen soviele Touristen auch nach Nepal. Sollte die Regierung diese Preisschraube jedoch weiterhin so stark anziehen, sind wir gespannt, welchen Einfluss dies auf den Tourismus (immerhin einen der Hauptwirtschaftszweige Nepals!) haben wird. Bislang wird noch fleißig gezahlt, aber allmählich machen sich immer mehr Besucher aus dem Ausland so ihre Gedanken darüber.

Vom 26.11.2012 bis 10.12.2012 sind wir den berühmt berüchtigten Annapurna Circuit gelaufen. In der Hauptsaison im Oktober ist dieser Weg dem Hören-Sagen nach sehr überlaufen. Wir hatten diesbezüglich den richtigen Zeitraum gewählt (durch Zufall November/Dezember). Wir haben genau so viele Leute unterwegs getroffen wie es noch angenehm erschien und sehr nette Bekanntschaften gemacht. Die Sicht war klar und das Wetter perfekt zum Wandern. Die Nächte hingegen waren oberhalb 3000m doch sehr kalt.

Quelle: http://www.alpaca-voyages.com/nepal-trek-annapurna-circuit.php

Quelle:
http://www.alpaca-voyages.com/nepal-trek-annapurna-circuit.php

Es folgt die Auflistung unserer Etappen:

  1. Besi Sahar (820m)
  2. Ngadi (890m)
  3. Jagat (1300m)
  4. Tal (1385m)
  5. Koto (2640m)
  6. Upper Pisang (3310m)
  7. Manang (3540m)
  8. Yak Kharka (4050m)
  9. Thorung High-Camp (4850m)
  10. Muktinath (3800m)
  11. Kagbeni (2800m)
  12. Jomsom (2720m)
  13. Tatopani (1200m, von Jomsom aus mit dem Bus)
  14. Ghorepani (2870m)
  15. Naya Pul (1070m)
Quelle: http://www.greattreks.com/greattreks/TopTen/AnnapurnaElevationMap.asp

Quelle: http://www.greattreks.com/greattreks/TopTen/AnnapurnaElevationMap.asp

Unsere Erlebnisse haben wir in einem kleinen Video zusammengefasst. Es hat mal wieder einiges an Arbeitsstunden gedauert… Wir hoffen aber, es gefällt euch. Die Musik stammt übrigens von der nepalesischen Musikband Kutumb (Titel „Tamang Selo“).

[vimeo http://www.vimeo.com/57144656 w=500&h=375]

Abschließend noch einige Anmerkungen für alle, die den Rundweg gern selbst laufen möchten:

Die Strecke gehört zu den meistgelaufenen Treks in ganz Nepal. Unterkünfte, s.g. Teahouses, gibt es entlang der gesamten Strecke zu Hauf. Meistens ist die nächste Möglichkeit für Essen und Übernachtung keine 2 Stunden entfernt. Der Weg ist gut ausgeschildert und man kann ihn ohne Probleme allein, d.h. ohne Guide, gehen. Wer bei guter Gesundheit ist und nicht mehr als 10 kg mitschleppt, der braucht auch keine Träger.

In der Hauptsaison, insbesondere im Oktober kann es recht voll werden. Dann können im Extremfall sogar die Guesthäuser überfüllt sein. Aber keine Angst, es muss niemand draußen schlafen. Zur Not wird das Nachtlager in den Speiseraum verlagert. Wir empfehlen jedoch, wenn möglich, die Wanderung auf November bzw. Dezember zu legen. Dann packt man eben noch einen Pulli mehr ein und nimmt den Daunenschlafsack mit. Dafür hat man freie Wahl bei den Gasthäusern und sogar Verhandlungsspielraum. Teilweise bekamen wir die Zimmer für umsonst, unter der Bedingung, in den Unterkünften auch das Abendessen und Frühstück einzunehmen.

Dass es entlang der Wegstrecke stets die Möglichkeit für Mahlzeiten gibt, spart natürlich enorm an Tragelast im Rucksack. Man sollte jedoch vorbereitet sein: Je höher man steigt, desto höher klettern die Preise für Dhal Bhat und Porridge. Klar, denn die meisten Nahrungsmittel müssen von Trägern zu Fuß zu den Pensionen befördert weden. Also: Unbedingt auseichend Bargeld mitnehmen (ca. 1500 NR pro Person und Tag).

Jeder Trekker sollte seinen Körper und sich während des Aufstieges zum über 5.000m hohen Pass beorbachten, um eine Höhenkrankheit (und im schlimmsten Fall das Ende des Treks) zu vermeiden. Sich Zeit nehmen, ausreichend trinken und essen. Es gibt genügend schöne Sidetrips auf der Route, so dass man leicht ein oder mehrere Akklimatisierungstage nehmen kann. Die meisten bleiben in Manang, welches sich mit zahlreichen Bäckereien, Restauants und sogar Kino (!) auf die Gäste eingestellt hat. Am besten gelingt die Akklimatisierung, wenn man die Nacht auf einer geringeren Höhe verbringt, als die, die man während der Tagestour erklommen hat.

Zum Schluss noch eine kleine Liste nützlicher Dinge, die man in seinem Trekkingrucksack dabei haben sollte:

  • klar, Wanderschuhe: Da wir ja nicht nur in Nepal durch die Landschaft wandern, haben wir ’nur‘ leichte halbhohe Trekkingschuhe dabei. Das ging auch. Richtige Wanderstiefel sind natürlich besser, aber auch schwerer
  • Daunenschlafsack: leicht und warm. Man muss sich keinen extra kaufen. In Pokhara oder Kathmandu kann man sich günstig Schlafsäcke ausleihen
  • ein Paar Schlappen: denn die Füße wollenam Abend ja auch mal Abwechslung vom Mief der Wanderschuhe
  • Taschenlampe (bzw. Stirnlampe): Stromausfall ist keine Seltenheit und gerade in den höchsten Lagen gibt es keine Stromversorgungsleitungen, aber Solarpanels
  • hoher Sonnenschutz, auch für die Lippen
  • Kopfbedeckung: am besten ein Tuch, universell einsetzbar, auch als Schal
  • genügend Wasserflaschen, ggf. eine Thermosflasche: Trinkbehälter für mind. 2 L pro Person mitnehmen! Wasser kann man an vielen Stellen auffüllen.
  • Aquatabs: Tabletten zur Desinfektion von Trinkwasser. Ganz wichtig!
  • Handschuhe: idealerweise ein Paar aus Wolle, denn Abends/Nachts/Morgens ist es ab 3.000m Höhe einfach mal kalt; und ein Paar ‚Überzieher‘ gegen den Wind (v.a. am Passtag zu empfehlen)
  • lange Thermounterwäsche: eignet sich auch paktisch als Schlafanzug
  • ein paar Trekkingsnacks, wie Nüsse, Müsliriegel, Schokolade… sind im Tal noch günstiger, als später auf’m Berg. Aber auf’s Tragegewicht achten!
  • Notizbuch, Stift und etwas zu lesen: Vor Sonnenuntergang sollte man seine Hütte erreicht haben.  Nach Dusche und Abendessen sitzt man dann da ab 18…19:00 Uhr. Wer jetzt keinen netten Gesprächspartner findet, langweilt sich in der Dunkelheit, oder geht ins Bett.
  • Stück Schnur: kann man doch immer mal gebauchen… z.B. um seine gewaschenen Schlüppis aufzuhängen
  • Trekkingstock bzw. ein schöner Stock aus Holz tut’s als Wanderstock auch und ist v.a. im steilen Gelände eine echte Hilfe
  • kleines Erste-Hilfe-Set: Pflaster, Verband, ev. Bandagen für die Knöchel, Wundheilsalbe, Tape, Elektrolyte-Pulver, Tabletten gegen Durchfall, Aspirin
  • sonstige Klamotten: Funktionsshirt, Trekkingsocken, leichter Mikrofaserpulli, Fleecejacke, dickere Jacke gegen Wind und Kälte, ggf. dünne Daunenjacke, Unterwäsche, lange Unterhosen bzw. Leggins

P.S.: Wer doch mal das eine oder andere auf dem Trek vergessen hat, der kann in den größeren Ortschaften, wie z.B. Manang, das wichtigste Equipment kaufen.

Helambu-Tour mit Abstecher nach Gosainkund

Unsere Helambu-Tour (grün), inklusive Abstecher nach Gosainkund

Seit fast zwei Wochen haben wir nun schon Nepal verlassen und so langsam wird es Zeit über unsere beiden Trekkingtouren zu berichten.

Unsere 15 Tage Annapurna Circuit möchten wir gern in einem extra Video dokumentieren. Da uns hierfür bisher die Zeit gefehlt hat, möchten wir uns zunächst unserer Woche in der Helambu Region nordöstlich von Kathmandu, widmen.

So Mitte Dezember ist es ab 3000m Höhe schon ziemlich kalt gewesen auf dem Annapurna Circuit. Deswegen wollten wir gern noch eine Tour in etwas niedrigen Höhenlagen machen. Der Helambu-Trek im Langtang Nationalpark schien dafür wie gemacht zu sein – maximal Höhe 3600m, lediglich 6 Tagesetappen sowie eine kurze Anfahrt von Kathmandu. Zuvor hieß es allerdings wieder einmal uns Trekking-Permits in Kathmandu zu versorgen, Schlafsäcke ausleihen, überschüssiges Gepäck im Hotel zurücklassen…

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Kürzlich in Bangkok: Weihnachtszeit. In der cosmopolitischen Hauptstadt Thailands herrschen tagsüber um die 30 Grad Celsius. Nachts ist es nicht wesentlich kühler.
Aber auf heimelige Weihnachtsdeko muss hier keiner verzichten. Auch im buddhistisch geprägten Thailand und erst recht in der Millionenmetropole Bangkok (welche uns übrigens stark an Tokio erinnerte – Tokio im feucht-heißen August) scheint Weihnachten das Konsumrauschfest schlechthin zu sein.

Die riesigen Megakaufhäuser am Siam Square versuchen sich gegenseitig mit den oppulentesten Weihnachtsdekorationen zu übertreffen. Überall blinkt und blitzt es. Und es sind schonmal ganze Jahrmarktkulissen davor mit Weihnachtspopmusik und Plastikschneemännern aufgebaut.

Ganz ehrlich: Uns hat der ganze Kitsch gefallen! Nach der Zeit im Himalaja erfreuten wir uns in den letzten Tagen am Zauber, den die vielen Millionen Glühbirnen verstrahlen. Und das den ganzen Abend lang. Ohne Stromausfall. 😉