[Video] Der (stinkende) König der Tropenfrüchte – Durian

Ein Bündel Durian, wie er am Strand in Sulawesi/Indonesien verkauft wird.

Ein Bündel Durian, wie er am Strand in Sulawesi/Indonesien verkauft wird.

Die Tropen haben ja eine Unmenge an köstlichen Früchten zu bieten. Hier wächst so einiges, was dem Mitteleuropäer unbekannt ist oder was wir vielleicht nur aus den Exotenregalen der großen Supermärkte kennen: von Drachenfrucht, über Rambutan, Jackfrucht oder Mangosteen. Doch heute möchte ich diesen Blogbeitrag dem so genannten „König der Früchte“ widmen: dem Durian. Dabei lege ich wert darauf zu betonen, dass die nur Einheimischen Südost- und Ostasiens Durian als „königlich“ bezeichnen würden. Alles andere als royal ist nämlich der Geruch dieser Frucht.

Frei übersetzt heißt Durian nämlich Stinkefrucht!

Singapur: In der Metro ist es verboten Durian mitzubringen!

Singapur: In der Metro ist es verboten Durian mitzubringen!

Durianfrüchte wachsen auf hohen Bäumen in der feucht-tropischen Klimazone. Sie sind ellipsenförmig, 15-30 cm groß und von einer stacheligen Haut überzogen, die wohl an Zacken in einer Krone erinnern sollen. In der Frucht gibt es mehrere weiche weiß-gelbe Fruchtfleischsegmente, die jeweils einen großen Kern umhüllen.

Dieser Geruch ist dermaßen markant, dass man ihn 3 Meilen gegen den Wind riechen kann. Eine Mischung aus Stinkefuß, faulen Zwiebeln und altem Käse kündigt die Anwesenheit des ‚Königs‘ an. Viele Asiaten stehen auf den Stinker…und ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum. Der Geschmack soll um einiges besser sein als der Geruch…

Unser erstes Durian-Erlebnis

Durian-Cendol: das malaysische Dessert aus shaved ice, Kokosmilch und roten Bohnen mit Durian 'verfeinert'

Durian-Cendol: das malaysische Dessert aus shaved ice, Kokosmilch und roten Bohnen mit Durian ‚verfeinert‘

Seit Thailand verfolgte uns der Geruch des Durian auf unserer Reise. In Kambodscha fassten wir den Entschluss, wir müssen so ein Stück einfach mal probieren. So kauften wir eine relativ kleine Menge, abgepackt in Styropor und Plastikfolie am frühen Abend auf dem Markt. Bis zum Verzehr wurde das gute Ding jedoch noch einige Stunden durch die Straßen im Rucksack getragen… (No go #1, denn anschließend müffelt der Rucksack noch tagelang!).

Nach dem Abendessen zurück ins Hotel (No go #2, in vielen Hotels zeigen sogar extra Schilder an, dass man keine Durian mit ins Haus bringen darf!). Nun ist also die Stunde des Durian gekommen. Aber im Zimmer wollten wir die Stinkbombe nicht aus der Plastikfolienverpackung lassen. Also ab auf den Balkon und rein damit. Das Fleisch hat eine sehr sehr weiche, schmierige Konsistenz. Der Geschmack war für uns ehrlich gesagt nicht viel anders als der Geruch: abartig! ;-P Ganz aufessen konnten wir es nicht… (No go #3: Durian vor dem Schlafengehen veerzehren…den Geschmack hat man noch am nächsten Morgen im Mund!).

 

Durian all over: Eiscreme, Bonbons und Pralinen

Das witzige (für uns) ist aber, dass der Durian tatsächlich eine Delikatesse ist. Und von Thailand über Kambodscha, Malaysia, Singapur und Indonesien begegnen wir dem Stinkekönigimmer wieder. In allen möglichen Kombinationen. Neben der frisch geernteten Variante gibt es Durian-Eiscreme, Durian Cendol (die malaysische crushed-ice Variante), Durian-Pancake, Durian-Bonbons, Durian-Schokopralinen, Durian mit sticky rice, u.s.w.

Anlauf Nummer 2 war für uns in Melacca/Malaysia auf dem Nightmarket. Hier gab es s.g. Durian-Puffs (!) – Windbeutel mit Duriancreme. Diese Geschmackexplosion konnten wir anschaulich in einem Video festhalten. Viel Spaß damit.

[vimeo http://www.vimeo.com/63500402 w=500&h=375]

P.S.: Wer von euch jetzt neugierig geworden ist und Durian mal kosten möchte. In Deutschland kann man wohl eingefrorene Durianstücke in gut sortierten Asia-Shops kaufen!

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1 comment
  1. kevinfleischer said:

    Ich habe Durian Stücke in München auf dem Victualienmarkt gesehen und Kumi hat so ein Stück spendiert.
    Ich fand sie recht lecker. Sie ist süß aber nicht zu süß. Der Geschmack im Mund ist Cremig. Die Finger rochen aber schon nach Käse. Den Geruch ansich würde ich mit „Vanillekäse“ beschreiben. 😉 Wobei ihr vermutlich auch deutlich reifere/überreife Früchte gerochen habt.
    Kumi meinte, dass man die Kerne auch noch irgendwie zubereiten kann.

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