Singapore on a cheap? – Singapur in günstig?

Der Merlion, Wahrzeichen Singapurs an der Marina Bay

Der Merlion, Wahrzeichen Singapurs an der Marina Bay

Singapore…bei dem Namen dieses Stadtstaates fangen Low-Budget-Reisende an zu schwitzen – und das nicht nur wegen dem Klima (1° n. Br.), ca. 130 km nördlich des Äquators. Singapore liegt auf den ersten Blick weit jenseits der Reisekasse-freundlichen Comfort-Zone. Aber deshalb eine der unglaublichten Orte Asiens auslassen? Nee. Das dachten wir uns auch uns entdeckten ein paar sehr preiswerte (wenn nicht sogar kostenlose) Alternativen zum sonst so teuren Glamour-Singapore.

Die Unterkünfte sind dabei die teuersten Posten. Wir bezahlten z.B. für ein Bett im Dorm (12er Schlafsaal) etwa 15 Euro pro Person (AC Standard, shared Bathroom, inkl. Toast/Butter/Jam-Frühstück & Kaffee). Zum Vergleich, für ein eigenes Doppelzimmer, shared Bathroom, inkl. Frühstück bezahlen wir in Malaysia im Schnitt umgerechnet 10 Euro (für uns beide!).

Der große Vorteil unseres Hostels, das InnCrowd in Little India, war allerdings die kostenlose City-Tour, die etwa 3mal die Woche von einem Mitarbeiter des Hostel angeboten wird. Gegen Abend kann man Singapore auf s.g. Kickback Scootern (z.dt. Straßen-Roller) erkunden. Ein echt tolles Erlebnis, bei dem wir die Highlights der Stadt in spektakulärer Beleuchtung sehen konnten.

Eine Alternative zum Hostel stellt natürlich – wie immer – Couchsurfing (CF) dar. Leider konnten wir keine passende ‚Couch‘ für uns finden. Dafür trafen wir aber ein paar ‚Einheimische‘ und andere CFs    im berühmten Botanischen Garten (kostet nix, so wie überhaupt alle Parks in Singapore keinen Eintritt kosten)) zu einem Picknick. Zudem bekamen wir von unseren ‚local‘ Freunden viele Tipps für Singapore und am folgenden Abend freien Eintritt (weil Lady’s Night) in eine der momentan angesagtesten Bars der Stadt: im 57. Stock des Marina Bay Sands Hotelkomplexes. P.S.: Lieber abstinet bleiben und alkoholische Getränke zu bis zu 70 S$ meiden!

Jeden (!) Abend gibt es vor dem Marina Bay Sands um 20 und um 21.30 eine Fountain & Light Show mit, klar, Wasserspielen, Musik, Laserlicht, Bildprojektionen (verrückt!), Feuereffekten und, ja, Seifenblasen! Wir haben uns das Spektakel gleich mehrmals ansehen müssen.

Apropos Marina Bay…der Name bezeichnet eigentlich ein ganzes Viertel um die Bucht im Herzen Singapores und stellt gleichzeitig ein fast wahnwitzig architektonisch wie städteplanerisches Projekt dar. Da lohnt ein (kostenloser) Besuch der Marina Bay City Gallery. Hier gibt es eine multimediale Ausstellung zu Geschichte und Neuplanung des Viertels mit sehr interessanten Hintergrundinformationen. Highlight ist ein futuristisches Stadtmodell aus Glas und Licht. Unser persönliches Highlight außerdem: 2 Massagestühle die in einer Ecke auf uns warteten und kostenlos (!) zur automatisierten Fußmassage einluden. 🙂

Ein Wort zum öffentlichen Nahverkehr: Der ist relativ teuer (MRT, Bus), aber man kann überraschenderweise relativ viel zu Fuß erlaufen. Schöne Viertel, die zentral liegen und relativ günstige Unterkünfte zu bieten haben sind Chinatown und Little India.

Hinter dem Marina Bay Sands (eines der futuristischten / höchsten / teuersten Gebäude, die wir bislang gesehen haben), erstreckt sich übrigens noch die semi-künstliche Welt der s.g. Gardens at the Bay. Besonders hervorstechend sind die rieseigen Pflanzentürme, die aus einem Science Fiction Film (Avatar?) stammen könnten. Das Wandeln zwischen den kleinen Themengärten und unter den Türmen ist kostenlos. Die riesigen Tropenhäuser (ich dachte, wir sind schon in den Tropen), inkl. 20m hohen künstlichen Wasserfall, kosten extra. Soviel künstliche Natur ist irgendwie beeindruckend…

Noch mehr Künstlichkeit gefällig? Auf der Insel Sentosa, vor der Bucht (erreichbar über eine Fußgängerbrücke, Eintritt 1 S$), ist ein riesiges Entertainmentcenter entstanden, inkl. Universal Freizeitpark, Casino (ganz wichtig für Singapores Einkommen), Restaurants, Spas, Hotels, Shows…  Dies alles ist schweineteuer, ABER hier gibt es auch 3 Sandstrände und diese sind genauso kostenlos, wie die Shuttlebusse auf der Insel.

Weiter geht’s mit Kulturprogramm: Viele Museen haben einmal die Woche einen freien Öffnungstag (oft am Wochenende). Ins Singapore National Museum kann man täglich zwischen 18 und 20 Uhr kostenlos rein. Im noblen Riffles Hotel gibt es eine kostenlose Ausstellung über den ehemaligen britischen Gouverneur von Singapore, Sir Riffles. Haben wir selbst leider nicht geschafft.

Soviel Sightseeing macht hungrig! Beim Thema Essen hält sich der preisbewusste Reisende am besten an die für Singapore typischen Hawker Center. Das sind Food Courts, die in einer Halle, alle möglichen Streetfood-Stände vereinen. Hier kann man sich in Ruhe durch die Bandbreite der berühmten Singaporeanschen Küche futtern. Muss man einfach erlebt haben!

Zusammenfassend eine (wahrscheinlich unvollständige) Liste kostenloser (bzw. kostengünstiger Attraktionen in Singapore:

Marina Bay Viertel:

  • Recommended: free city guide tour by kickback scooter @innCrowd Hostel!
  • Marina Bay City Gallery
  • Fountain & Light Show vor dem Marina Bay Sands
  • SkyDeck Bar/Club in 57. Stock von Marina Bay Sands (Achtung: nur Mittwochs ist Lady’s Night, d.h. freier Eintritt und Freigetränk für Ladys bis 23 Uhr, Kleiderordnung: posh bis schick!)
  • Gardens by the Bay (Hinter dem Hotelkomplex auf halben Weg zu den Gärten gibt es noch eine schöne Aussichtplattform)
  • hinter den Gärten gibt es einen Staudamm. Von dessen Plattform aus hat man nachts einen atemberaubenden Blick auf Marina Bay Sands, die Gärten, die beleuchtete Helix-Brücke und das s.g. Eye of Singapore Riesenrad.

Kultur:

  • historische Gebäude in Chinatown und Little India anschauen
  • National Museum, nach 18 Uhr
  • Haw Par Villa (einer der ältesten Themenparks der Stadt, entstanden in den 1930er Jahren)
  • Baba House, ein traditionelles Wohnhaus eines wohlhabenden chinesisch-singaporeanischen Kaufmannes)
  • Riffle’s Hotel

Parks sind immer kostenlos, besonders schön:

  • Botanical Garden
  • Fort Cennington park
  • Gardens by the Bay
  • Badestrand (inkl. Beachvolleyballfeld) auf Sentosa Island

Sonstiges:

  • Essen in den Hawker Centren, z.B. Maxwell Centre (Chinatown)
  • Windowshopping auf der Orchid Road (vermutlich die höchte Shopping Mall Dichte Südostssiens), aber Vorsicht, könnte frustrierend werden, weil man sich die meisten Sachen wohl eher nicht leisten kann/möchte.
  • Laufen, laufen, laufen. D.h.: Bequeme Schuhe anziehen und gegen den High Heels Strom schwimmen!
  • Verkneift euch hier den Alkohol!
  • verweilt nicht allzu lange in Singapore…es könnte ein Realitätsverlust drohen.

So, nun hoffe ich, steht dem Stoppover in Singapore nicht’s mehr im Wege (zumindest kein kleiner Geldbeutel)! 🙂

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