Ankommen // Coming Home – A life afterwards

Über ein Leben danach…

Wir sind wieder da! Tatsächlich haben wir den weg zurück nach Deutschland gefunden. Nach 14 Monaten und 5 Tagen…

Die letzten Tage vor unserer Rückkehr waren gelinde gesagt eine emotionale Achterbahnfahrt, zwischen Vorfreude und Zukunftsangst, Heimweh und Fernsucht, dem Wunsch nach Strukturen und Bedenken vor alten Rollen und Erwartungen…

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Die Ostsee bei Riga

Bereits die Woche im Baltikum hat uns die Wiedereingewöhnung in europäische Gefilde, Klimazonen und Kulturkreise sehr erleichtert. Doch ein wenig verwirrt waren wir schon. So viele blonde Menschen! Käse zu erschwinglichen Preisen! Und echter Kaffee! Letzten Montag morgen kamen wir dann mit einem dieser Bus-Luxusliner über Nacht aus Richtung Warschau in Berlin an: Nieselregen, bewölkt, 10 Grad Celsius oder so. Wo bitteschön war denn der ‚Goldene Herbst‘?! Plötzlich grauste es uns vor dem deutschen Matsche-Winter. Aber waren die Jahreszeiten nicht eines jener Dinge, die wir in den Tropen vermisst hatten (und ganz besonders um Weihnachten!)?!. Also Zähne zusammen beißen und alle Klamottenschichten anziehen, die unsere Rucksäcke noch so bieten konnten. Eigentlich brauchten die ja mal dringendst eine Maschinenwäsche…müffel.

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Ankunft in Berlin bei Nieselregen

In Berlin und einen Tag später in Dresden wurden wir dann herzlich von unseren Freunden empfangen. Es gab sogar Blümchen und Sekt – und am nächsten Morgen ein zünftiges deutsches Frühstück. Vielen Dank an Robert & Jean für den gelungenen Empfang!

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Frühstück in Dresden Neustadt

Außerdem standen die ersten Behördengänge (Krankenkasse & Arbeitsamt) an – Rückführung ins System Deutschland sozusagen. In Dresden konnten wir auch wieder unser Auto entgegen nehmen, welches in der Zeit unserer Abwesenheit von Freunden genutzt wurde. Dann düsten wir auf der Autobahn in unsere westsächsische Herkunftsregion, zu unseren Eltern. Auch hier wurden wir herzlich mit herbstlicher Kürbissuppe und Willkommensplakat empfangen.

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Es war schon seltsam, das Autofahren hatten wir nicht verlernt. Alles fühlte sich erschreckend normal an. Graue Autobahn, grauer Himmel, gewohntes Landschaftsbild. Mir fiel auf, wie viel Asphalt und Beton es in Deutschland gibt.

Alles wie immer (?)

Nun stehen also etliche Treffen, mit unseren Freunden und Lieben an. Wir hoffen wir können möglichst viele von euch zeitnah sehen. Gleichzeitig sind wir ein bisschen überfordert: soviel erzählen, Sachen sortieren, liegen gebliebenen Schriftkram klären und „nebenbei“ schon nach Wohnung (Bevorzugt wird eine 2-Zi.-Wng. in Dresden, verfügbar ab sofort! – Hallo, Zaunspfahl!) sowie Job suchen. Zudem warteten daheim nicht nur jede Menge Klamotten im Schrank, die wir ganz und gar nicht vermisst hatten („Wem gehören die ganzen Sachen?!“), sondern jede Menge Päckchen, die wir von unterwegs verschickt hatten oder die uns zugesandt wurden (Danke, Sara & Felix!)

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Das Erschreckendste ist dabei eigentlich, wie schnell man doch wieder im Alltag (und in seinen Rollen) ankommt. Viele, die wir unterwegs getroffen haben und die bereits eher zurück kamen, haben uns Ähnliches bereits berichtet. Doch wir sagen uns oder reden uns ein: Eigentlich ist Deutschland bzw. Dresden doch auch nur ein Stopp auf unserer Reise. Zumindest werden wir vorerst ein bisschen länger hier verweilen. 🙂

Nicht ohne meinen Blog!

Zum Abschluss dieses Postings soll noch einmal ein ausdrückliches DANKESCHÖN an all unsere Blogleser gehen! Vielen vielen Dank für euer Interesse, eure Kommentare und Rückmeldungen. Besonderer Dank gilt auch unseren Unterstützern der Kameraaktion. Ehrlich gesagt, waren wir über die Resonanz von weiteweltweltweit stets ein bisschen überwältigt (und auch stolz).
Dieser Blog wird jedoch mit dem (vorläufigen) Ende unserer Reise nicht schließen! Dafür gibt es noch viiieeel zu viele spannende Geschichten und nette Anekdoten aus der weiten Welt zu erzählen! Außerdem soll bald ein Video über unsere Zeit in Kirgistan folgen. Und es wird auch mal wieder Zeit für einen neuen Rezepteartikel…

Bleibt also gespannt und lasst euch überraschen!

(A/M)

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