Und, wie war’s? // How was it?

Seit über zwei Wochen sind wir nun schon wieder in der Heimat und haben viele Familie, Freunde und Bekannte wieder getroffen. Dabei wurden wir häufig mit den gleichen, wenn auch spannenden Fragen konfrontiert. Dankbarerweise kam die sinnige Frage „Und, wie war’s?“ aber eher selten auf. Hier folgt jedenfalls unsere weiteweltweltweit-FAQ.

Und, wie war der Urlaub?

Einsamer Sandstrand mittendrin in den Togean Inseln / Sulawesi, Indonesien

Einsamer Sandstrand mittendrin in den Togean Inseln / Sulawesi, Indonesien. Luxuriöse Hotelanlagen sucht man hier (zum Glück noch) vergebens.

Ob man bei 14 Monaten Reisezeit noch von „Urlaub“ sprechen kann, ist fraglich. Wer war nicht schon mal nach zwei, drei Wochen Aktivurlaub wieder reif für den Erholungsurlaub? Ganz in diesem Sinne haben wir auch bewusst Reisepausen eingelegt, um das Erlebte auch verarbeiten zu können. Auch finanziell ist es unmöglich, 14 Monate lang wie im Urlaub in Saus und Braus zu leben. Hier spielt das Geld ja oftmals doch eher eine untergeordnete Rolle. Man schreibt nicht unbedingt jeden Tag das Budget auf oder handelt selbst um Cent-Beträge. Natürlich mussten wir auch immer wieder Verzicht üben und das schlägt sich dann im Reisekomfort nieder. Während man bei’m Pauschalurlaub nach einem langen Flug abgeholt und ins Hotel gebracht wird, und am nächsten Morgen nur in die Lobby zum reich gedeckten Frühstücksbuffet schlendert, sind wir mit dem Billigflieger irgendwann in der Nacht angekommen, haben versucht unter Vermeidung der Taxi-Mafia einen günstigen (öffentlichen) Transport in die Stadt zu bekommen, um uns eine günstige Unterkunft zu suchen. In Städten wie Singapur ging’s dann direkt ins 8er Mehrbettzimmer mit Gemeinschaftsbad. In diesem konkreten Fall aber gab es sogar ein einfaches Toastfrühstück dazu.

Wo hat es euch denn am besten gefallen?

Angthong Marine National Park / Thailand

Angthong Marine National Park / Thailand

Diese Frage ist schwierig und eigentlich nicht beantwortbar. Generell hat jedes Land seine interessanten Facetten – genauso wie weniger schöne Seiten. Wir mögen eigentlich auch keine generalisierte Aussahen a la „Indien ist ein furchtbares Land!“ oder „Alle Chinesen benehmen sich daneben“. Jeder der schon mal diese Länder bereist hat, weiß in welchen Dimensionen und über welche Kulturunterschiede hinweg man sich dort bewegt. Pauschal kann (und sollte) man da überhaupt kein Urteil fällen!

Dafür gibt’s aber natürlich unvergessliche Highlights unserer Reise. Unsere Wanderungen im nepalesischen Himalaya und die Taucherlebnisse in Indonesien gehören dabei genauso dazu wie unsere Farmaufenthalte in Malaysia und Taiwan oder die Pferdetour durch die kirgisischen Steppenlandschaft.

Aber auch in den Megacities haben wir uns recht wohl gefühlt. Das indische Bangalore ist erfrischend cosmopolitisch. Bangkok glitzert in seinen Tempel- und Palastbauten wie auch in seinen Hochhausfassaden. Auch Singapur besticht durch seine Moderne, wie auch durch seine koloniales Architekturerbe. Melacca, geprägt von drei Kolonialmächten, offenbarte uns seine wechselhafte Geschichte. Taipei liebten wir nicht nur wegen seiner freundlichen Bewohner, sondern auch wegen der vielen Parks und der Nähe zu Nationalparks und Küste. Auch Hong Kong hatte neben den quirligen Multukultuimage auch ruhige Seiten auf abgeschiedenen Nachbarinseln zu bieten.

Und wie geht es jetzt weiter?

Blick nach vorn in Richtung Zukunft (hier auf dem Helambu Trek / Nepal)

Blick nach vorn in Richtung Zukunft (hier auf dem Helambu Trek / Nepal)

Das Projekt „Reintegration Deutschland“ ist in vollem Gange. Ehe wir es richtig kapierten, sind wir schon wieder mitten drin in der Mühle. Aber wir wollen uns nicht beschweren – fängt uns doch der deutsche Sozialstaat zumindest erstmal weich ab. Zuerst standen Wege zur Krankenkasse und diverse Besuche bei der Arbeitsagentur an. In der vergangenen Woche hatten wir dann Wohnungs-Marathon in Dresden und haben dabei die Stadt nochmals von einer ganz neuen Seite kennengelernt. Wir wissen jetzt wo sich der Stadtteil Dresden-Stetzsch befindet – und das uns das zu weit ab vom Schuss ist. Locker flockig nebenbei hatte Markus schon einige Bewerbungsgespräche hinter sich gebracht.

Habt ihr schon einen neuen Job?

Einer unser Work&Travel Stopps in den Cameron Highlands / Malaysia

Einer unser Work&Travel Stopps in den Cameron Highlands / Malaysia

Noch nicht aber wir arbeiten fleißig daran und wir sind zuversichtlich, dass wohl ab Anfang November zumindest einer von uns in Lohn und Brot steht.

Wo wohnt ihr denn jetzt?

Unsere Hütte am Strand von Ko Chang / Thailand

Unsere Hütte am Strand von Ko Chang / Thailand

Da hatten wir einen wahrhaften 6er im Lotto. Die Mutter eines Freundes in Dresden ist zur Zeit vereist und hat uns freundlicherweise ihre Wohnung temporär zur Verfügung gestellt. Wie viel uns das geholfen hat, brauchen wir glaub ich nicht weiter ausführen. Auf jeden Fall müssen wir uns noch was Schickes einfallen lassen, wie wir uns da revanchieren. Ansonsten haben wir natürlich immer bei unseren Eltern immer ein Dach über den Kopf. Auch unsere Freunde haben uns schon ihre Couch angeboten. Wir hoffen aber, dass wir gaaanz bald, in die eigenen 4 (Miet-) Wände ziehen können. Drückt uns die Daumen!

Auf was habt ihr euch denn beim eurer Rückkehr am meisten gefreut?

Zurück in Zwickau mit unseren Eltern

Zurück in Zwickau mit unseren Eltern

Natürlich auf Familie und Freunde! Allerdings haben wir auch während unserer Reise festgestellt, was für eine Lebensqualität eine Stadt wie Dresden doch zu bieten hat (von wegen klare Luft, Elbe und kurze Wege zum Beispiel). In diesem Sinne haben wir uns auf eine Rückkehr in die sächsische Landeshauptstadt gefreut. Man glaubt es kaum, aber nach dieser langen Zeit des Rumreisens haben wir uns auch auf ein wenig Alltag gefreut. Dann kommen da noch die etwas pragmatischeren Dinge die wir vermisst haben: Schwarzbrot, richtigen Käse und selber Kochen etwa.

Hattet ihr irgendwelche größeren gesundheitlichen Probleme?

Unser Medipack vor der Abreise

Unser Medipack vor der Abreise

Unsere Langzeit-Auslandskrankenversicherung mussten wir nicht so häufig in Anspruch nehmen. Bis auf einige unkomplizierte Zahnarztbesuche, ein paar Erkältungen dank der Klimaanlagen und einer allergischen Reaktion von Anja in Warschau (Ja, kurz vor Deutschland – hat das etwas zu bedeuten?!) sind wir eigentlich durchweg gesund gewesen. Sogar die Packung Immodium Akut, die wir von Freunden bei Abreise geschenkt bekommen haben, blieb ungeöffnet.

Wie habt ihr das mit der Wäsche gemacht?

Wäsche trocknen über der Hängematte im Fadhila Cottages, Togean Inseln / Sulawesi, Indonesien

Wäsche trocknen über der Hängematte im Fadhila Cottages, Togean Inseln / Sulawesi, Indonesien

Eine heiß-begehrte Frage aus den Reihen unserer Großmütter. In Indien haben wir unsere Wäsche oftmals selbst per Hand gewaschen. Ist an sich kein großer Akt, wenn man mit relativ wenig unterwegs ist. Ansonsten bieten die meisten Gästehäuser/Hostels in Asien einen Waschservice an. Abgerechnet wird dann entweder pro Stück oder pro Kilo. In seltenen Fällen haben wir die Wäsche auch zu einem externen Waschservice gebracht. Also alles ganz unkompliziert.

Und wie war das Essen?

Gute Hausmannskost gabs's in Südindien bei RIDE

Gute Hausmannskost gabs’s in Südindien bei RIDE

Das kann man ähnlich wie die Frage, wo es am schönsten war, natürlich nicht pauschal beantworten. Thailändisches Essen hat ja den Ruf, sehr gut, aber auch scharf zu sein. Und das ist es wirklich. Indien hat z.B. viel für den Vegetarier zu bieten. In Kirgistan haben wir uns gefreut, endlich wieder ordentlichen Käse und lecker Brot in den Regalen wiederzufinden. In Taiwan gab’s Sushi satt zu erschwinglichen Preisen und in Malaysia kann man dank der multiethnischen Zusammensetzung Bevölkerung zwischen malaysischem, indischem, indonesischem und chinesischem Essen frei wählen. Generell haben wir aber die Küche und damit die Abwechslung jedes Landes zu schätzen gewusst.

Und was hat das alles gekostet?

Siehe Anjas liebevoll gestylten Artikel über unsere Statistiken.

Die Liste wird gegebenenfalls erweitert, falls uns neue FAQ’s über den Weg laufen. – Oder ihr als aufmerksame Blogleser weitere Fragen habt.

(M)

Sieht aus wie ein Raumschiff - der Koloss "Marina Bay Sands" in der Bucht von Singapur. Dort haben wir uns nicht mal ein stilles Wasser geleistet ;-)

Sieht aus wie ein Raumschiff – der Koloss „Marina Bay Sands“ in der Bucht von Singapur. Dort haben wir uns nicht mal ein stilles Wasser geleistet 😉

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