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Monthly Archives: November 2013

Nachdem wir am 16.11.2012 auf abenteuerliche Weise die Grenze von Indien nach Nepal überschritten hatten (s. auch unseren Blog-Artikel von damals), wollten wir einige Tage im beschaulichen Bardia Nationalpark verbringen. Im indischen Rishikesh bekamen wir zuvor einen Tipp: ein Israeli empfahl uns den Park und ganz besonders die Unterkunft seines Kumpels Jack, das s.g. Kingfisher Resort. Es sei ganz neu eröffnet und sein Freund ein unkomplizierter, naturverbundener Typ. Das klang vielversprechend.

Der fast 1000 qkm große Bardia Nationalpark liegt im Südwesten Nepals, im Terai. Dieses Gebiet ist ein etwa 50 km breiter, fruchtbarer, feucht-heißer Grünstreifen an der Grenze zu Indien. Die wenigsten von uns denken bei dem Begriff Nepal an Dschungel, Monsun, Wasserbüffel und Reisfelder, oder?

Nach unserem morgendlichen Grenzübertritt in Mahendranagar und erster Orientierung auf nepalesischer Seite – am auffälligsten war für uns der viel geringere Autoverkehr im Vergleich zu Indien, begaben wir uns auf den Weg gen Badia mit dem Bus.

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Indischer Masala Chai

Chai, ein süßes, würziges Tee-Milch-Gemisch ist in Indien allgegenwärtig. An jeder Ecke und zu jeder Tageszeit bekommt man ihn in den typischen Bechern aus Weißblech oder kleinen Gläsern serviert. Und wer schon einmal in Indien mit dem Zug unterwegs war, kennt den vertrauten Ruf des Chai-Wallah – des mobilen Chai-Verkäufers – wenn er nachts um 3:00 Uhr durch die Schlafwaggons rennt und aus voller Kehle schreit: „Chaiii, chaiii, chaiii!“

Chai bedeutet eigentlich einfach nur Tee. Sofort fällt da die Wortverwandtschaft zum russischen чай [chay} oder zum türkischen çay oder gleich zum chinesischen 茶 [cha] auf. Doch Tee wird in Indien nicht pur, sondern traditionell mit viel Milch, Zucker und einer mysteriösen Gewürzmischung getrunken. Eigentlich heißt es Masala (Mischung) Chai.

Seit einigen Jahren gilt Gewürztee in Europa / Deutschland unter dem Namen „Chai“ als Trendgetränk, der sich insbesondere in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit erfreut. Es gibt diesen s.g. Chai in allen möglichen Geschmacksrichtungen, darunter Süßholz (Lakritz), Matcha (Grüner Tee) usw., in Teebeuteln, Pulverform (Hallo, Chemie!) oder lose mit Gewürzen gemischt.

Heute möchte ich euch einmal ein Rezept für ‚authentischen‘ indischen Chai ans Herz legen, denn das ist eigentlich gar nicht so kompliziert. Noch ein Wort zur Gewürzmischung: Diese ist auch in Indien sehr verschieden und es gibt kein ultimatives Rezept dafür. Man kann also von daher ruhig ein bisschen herum probieren mit Kardamon, Nelken, Zimt und Co.

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Rezept: Indischer Chai

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Neue Reiseliteratur!

IMG_9231Während unseres Umzugs haben wir Kisten voller toller Sachen geöffnet: „Huch, das gehört mir?!“ und „Soooviele Klamotten soll ich haben?!“ oder „Wer braucht den ’nen Mist?!“ Wie dem auch sei, es war spannend und amüsant all die Sachen aus unserem ‚vergangenen Leben‘ – um mal etwas Dramatik hier einzubringen – wieder zu entdecken. Darunter gab es auch zwei (oder mehr?) Pakete mit Büchern. Manche haben wir kurz vor unserer Abreise in liebevolle Leserhände weiter gegeben.

Einige dieser Bücher waren treue Begleiter auf bereits vergangenen Reisen, oder in Vorbereitung auf solche, oder einfach nur, um das Fernweh ein bisschen wachsen zu lassen. Was bei letzterem heraus kam, habt ihr ja in den letzten Monaten gesehen/gelesen.

Hier nun wieder ein Update unserer Liste an Literatur, die wir persönlich für und während, vor und nach dem Reisen empfehlen würden. Ganz im Sinne von:

Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne. (Jean Paul)

Dieses Mal mit dabei:

  • Der Weltensammler Ilja Trojanow
  • Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier
  • Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon
  • Dschungelkind von Sabine Kuegler
  • Glennkill von Leonie Swann

Alle Rezensionen gibt’s in unserer Bücher-Kategorie „Books“.  Viel Spaß beim Schmökern & ein schönes Wochenende!

(A)

Happy Diwali!

[vimeo http://www.vimeo.com/78470107 w=500&h=375]

Diwali, das Lichterfest, ist das höchste Fest in Indien bzw. in der hinduistischen Gemeinschaft. Die Bedeutung ist für uns vielleicht vergleichbar mit Weihnachten. Heute, am Sonntag 03.11.2013, ist der diesjährige Höhepunkt des mehrtägigen Festes. Das Datum richtet sich nach dem Hindikalender und dem Mond.

In der hinduistischen Erzählung des Ramayana kehrte der gottgleiche König Rama, die Verkörperung des Guten und des Lichts) zusammen mit seiner Frau Sita feierlich aus langjährigem Exil zurück in die Hauptstadt Ayodhya. Zuvor besiegte er den bösen König Ravana, die Verkörperung der Dunkelheit). – Vor längerer Zeit habe ich hier bereits einen Filmtipp dazu geposted. – Im Dunkeln entzündeten die Menschen Lichter, um ihnen den Weg zu weisen. Es gibt allerdings auch andere Entstehungsgeschichten über das Diwali-Fest, die – je nach Region – auf den Hindugott Krishna oder das Erntedankfest zurückzuführen sind. Read More