Same time last year – Folge 2 // Diwali in Rishikesh

Happy Diwali!

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Diwali, das Lichterfest, ist das höchste Fest in Indien bzw. in der hinduistischen Gemeinschaft. Die Bedeutung ist für uns vielleicht vergleichbar mit Weihnachten. Heute, am Sonntag 03.11.2013, ist der diesjährige Höhepunkt des mehrtägigen Festes. Das Datum richtet sich nach dem Hindikalender und dem Mond.

In der hinduistischen Erzählung des Ramayana kehrte der gottgleiche König Rama, die Verkörperung des Guten und des Lichts) zusammen mit seiner Frau Sita feierlich aus langjährigem Exil zurück in die Hauptstadt Ayodhya. Zuvor besiegte er den bösen König Ravana, die Verkörperung der Dunkelheit). – Vor längerer Zeit habe ich hier bereits einen Filmtipp dazu geposted. – Im Dunkeln entzündeten die Menschen Lichter, um ihnen den Weg zu weisen. Es gibt allerdings auch andere Entstehungsgeschichten über das Diwali-Fest, die – je nach Region – auf den Hindugott Krishna oder das Erntedankfest zurückzuführen sind.

Göttin Durga (Shri Trayanbakshwar)

Göttin Durga (Shri Trayanbakshwar)

Alljährlich erstrahlen in Indien, Nepal, aber auch in Teilen Sri Lankas, Singapur, Malaysia, Indonesen u.s.w. in diesen Tagen nicht nur die Tempel mit den typischen Ghee-Öllämpchen, sondern auch die Wohnhäuser, Hotels und Einkaufsstraßen. In moderneren Zeiten gesellen sich auch bunte Lichterketten und aufwendige Leuchtinstallatonen hinzu.

Bereits Tage-, ja Wochenlang im voraus werden Vorbereitungen für das Fest getroffen. Die Shoppingmalls erstrahlen in Feiertagschic. An Diwali trifft man Freunde und Familie, ist ausgelassen und feiert, man beschenkt sich und auch das Essen steht mit speziellen Feiertagsköstlichkeiten im Mittelpunkt.

Ommm

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Unter Yogis

Vor etwa einem Jahr waren wir an Diwali gerade in Rishikesh, jener spirituellen Stadt am heiligen Ganges-Fluss, welchen sowohl gläubigen Hindus als auch westlichen Suchenden so manche Verheißungen verspricht. Tempel und Ashrams – das sind eine Art Kloster -, Yogaschulen und Massagestudios reihen sich ein zwischen esoterischen Buch- und Musikläden, Heilkräuterverküfern und tingelnden Yogis, nicht zu vergessen die ‚German Bakeries‘. Wir mochten sehr die Atmosphere dieser (Alt-) Stadt. Am Gangesufer zelebrierten Hindis aus aller Welt farbenprächtige Pujas (Segnungen, u.a. mit Gesang und Blumengirlanden) und in den Gassen trafen wir auf ein internationales Publikum aus aller Welt, vom klassischen Touristen, über den Backpacker bis zum angehenden Sadu (eine Art erleuchteter Eremit im Hinduismus). Yogalehrer laden zu schweißtreibenden Drop-In Yogastunden ein und anschließend kann man bei einem heißen Ingwer-Gewürztee in Bioqualität entspannen, bevor es weiter zur ayurvedischen Ölmassage geht. Herrlich!

Unser Hotel im Diwali Lichterglanz

Unser Hotel im Diwali Lichterglanz

Auch unsere Unterkunft war für das Diwali-Fest natürlich festlich geschmückt. Es ging allerdings auf das Saisonende zu und so haben sich nur eine Handvoll ausländischer Backpacker hier her verirrt. Die Manager des Hotels luden alle Gäste zur Diwali-Feier ein. Es gab ein tolles Buffet und laute Musik und noch lauteres Feuerwerk. Natürlich wurde auch ausgelassen getanzt. Noch eine Randbemerkung: Es gab weder Fleisch zu essen, noch Alkohol zu trinken – die Inder können einfach auch ohne letzterem Party machen.

Wer einmal nach Rishikesh kommt und nach all dem Yoga und dem ‚Omm‘ noch etwas Action sucht, den möchten wir eine Raftingtour auf dem Ganges wärmstens empfehlen. Innerhalb der Stadt erscheint der Fluss als riesig breiter, ruhiger Strom. Aber davor geht die Post ab! Danach hat man sich dann auch ein Stück ‚Banoffy‘ – Banane-Toffee-Torte – verdient. Hmmm!

Mehr Infos über Diwali, Diwali-Songs, Diwali-Rezepte und Diwali-Dekotipps gibt’s hier (Link).

Happy Diwali to all our Indian & Nepalese & Hindi friends!

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