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Adventskalender 2012

Kalendertürchen vom 14.12.

Nach 4 Monaten Reise durch Indien’s Flora und Fauna folgt hier nun eine geballte Ladung an Foto’s aus dem Reich der Tierwelt, die uns so begegnet ist. Viel Spaß  beim kucken!

Kalendertürchen vom 13.12.

Zur Weihnachtszeit gibt es bei uns in Deutschland ja besonders jetzt jede Menge Leckereien zu naschen: Lebkuchen, Bratapfel, Plätzchen… Auch die Inder sind Süßzähne – das ganze Jahr über. In den Sweet Shops gibt es eine Auswahl an den süßesten Süßigkeiten, die ihr jemals probieren könnt. Wir haben uns ehrlich gesagt davon ferngehalten. Es ist einfach zu süß. (Übrigens hat Indien eine der höchsten Diabetes-II-Raten der Welt)

Aber das Weihnachtsgebäck vermissen wir schon ein bisschen. Darum schickt uns doch einfach mal ein Foto eurer weihnachtlichen Plätzchenbackkunst (via e-Mail oder Facebook). Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Souvenir als Weihnachtsgeschenk aus der weitenweltweltweit! Wir freuen uns auf viele süße Fotos!

Vegetarische Momos aus Tibet

Momos sind Teigtaschen aus Tibet

Kalendertürchen vom 12.12.

Lust mal was tibetisch-nepalesischen zu kochen? Im Himalaja sind wir den Momos begegnet, kleine gedämpfte Teigtaschen (dumplings) gefüllt mit allerhand Gemüse und, wer’s braucht, mit Fleisch. Hier ein Rezept. Wir haben’s noch nicht selbst ausprobiert. Schickt uns ein Foto, wenn ihr es versucht!

Rezept Veg Momos

Teig:
– 2 Tassen Weizenmehl
– Prise Salz
– Prise Backpulver
– ca. 3/4 Tasse Wasser

Füllung:
– 1 Tasse geraspelte Karotten
– 1 Tasse fein geschnittener Weißkohl
– 1/2 Tasse fein geschnittene Zwiebel
– 1 TL Öl
– 1 TL Knoblauch
– 1 TL Sojasauce
– Salz und Pfeffer
– ev. Momo Spice
– nach Geschmack: Koriander, Frühlingszwiebel, Ingwer, Chilli (alles fein geschnitten)

Alle Teigzutaten mischen und mit dem Wasser zu einem geschmeidigen Teig kneten.
Öl in tiefer Pfanne oder Wok erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch anbraten (wer mag: Ingwer). Karotten und Weißkohl hinzufügen, glasig anbraten. Wer mag: Chilli, Koriander, Frühlingszwiebeln hinzu. Vom Herd nehmen und mit Soyasauce, Salz und Pfeffer mischen.

Teig dünn ausrollen und Kreise ausstechen. Den Rand des Teigkreises mit Wasser anfeuchten, etwas Füllung in der Mitte platzieren. Jetzt etweder die eine Hälfte des Kreises umschlagen und einen Halmond formen oder die Ränder zusammen nehmen und über der Füllung twisten. Momos gut verschließen.

Etwa 10min lang dämpfen, mit Soyasauce und Chillisauce sevieren.

Bon Apetit!

Kalendertürchen vom 09.12.

Straßenfrisör in Musoorie / Uttarakhand

Straßenfrisör in Musoorie / Uttarakhand

Zu unserer Abschiedsfeier haben wir von unseren Freunden Kevin und Kumuda ein Buch mit diversen Fragen zu Indien’s Kultur und Gesellschaft geschenkt bekommen. Einige dieser Fragen möchten wir hier an dieser Stelle nun beantworten.

„What was the most unexpected job or profession you observed?“
„Welche ungewöhnlichen Berufe/Tätigkeiten sind euch begegnet?“

Indien ist ein überbevölkertes Land. Aufgrund dessen scheint es für alle Tätigkeiten einen extra Beruf zu geben. In einem herkömmlichen indischen Restaurant abeiten z.B. mindestens 5 Personen (ohne dass wir die Küche und das Personal dort gesehen hätten): Ein Angestellter begrüßt uns am Eingang und weist uns den Tisch zu, einer nimmt die Bestellung auf und gibt sie einem dritten, dieser wiederum gibt sie lediglich weiter an die Küche. Ein vierter dienstbarer Geist schenkt einem das Wasser nach oder räumt das leere Geschirr ab (und zwar unvezüglich sobald der Herr (!) am Tisch den letzten Bissen herunter geschluckt hat). Ein fünfter bringt uns die Rechnung in einem extra Rechnungsheft (vielleicht war es auch der zweite Angestellte von vorhin). Mit dem Geld eilt dieser dann zum Accountant, der hinter seinem Tisch aus Langeweile mit den Geldstücken spielt. Dieser gibt das Wechselgeld heraus. Manchmal gibt es noch zusätzliches Personal, zum Abstempeln der Rechnung…

Auch auf der Straße begegnet man allerhand kurioser Professionen. Frisör oder Schuster sind da noch ganz harmlos. Heikel wird’s wohl beim Straßen-Zahnarzt. Und wer war nicht schon unterwegs in der Stadt und wollte sich an Ort und Stelle auf dem Bordstein ein Tattoo stechen, die Ohren putzen oder sich auf der Personenwaage wiegen lassen?!

Tättowierer auf dem Rummel in Kullu / Himachal Pradesh

Tättowierer auf dem Rummel in Kullu / Himachal Pradesh

 

Schneller Gang zum Zahnarzt - Straßenpraxis in Kullu / Himachal Pradesh

Schneller Gang zum Zahnarzt – Straßenpraxis in Kullu / Himachal Pradesh

Mobiler Messer- und Scherenschleifer - Schleifstein wird durch Fahrradpedale angetrieben!

Mobiler Messer- und Scherenschleifer – Schleifstein wird durch Fahrradpedale angetrieben!

 

Kalendertürchen vom 06.12.

Sarah McDonald Holy Cow

Sarah McDonald Holy Cow

Eines unserer Lieblingsbücher, welches wir bislang in und über Indien gelesen haben ist, ist das höchst amusante „Holy Cow“ von Sara McDonald. In ihrer autobiogafischen Geschichte beschreibt sie ihre eigenen Erfahrungen auf dem Subkontinent. Und das in allen Facetten. Eigentlich wollte Sara nach einem Jahr Backpacking in Indien mit Anfang 20 nie wieder zurück in dieses chaotische verstörende Land. Doch wider Erwarten führte sie die Liebe doch zurück. Die Autorin unternimmt Reisen in die unterschiedlichsten Ecken von Indien, sowohl geografisch, also auch religiös und gesellschaftlich. Und beschreibt dies – wie gesagt – auf sehr lustige Art und Weise.

Mittlerweile haben wir beide das Buch ausgelesen. Und weil heute Nikolaus ist, verlosen wir unser Exemplar (auf englisch). Und das sind die Teilnahmebedingungen: Wir haben noch einiges an Videomaterial parat. Bisher hat uns die Zeit gefehlt darüber zu berichten.

Zur Auswahl stehen:

  • Rajasthan
  • Interview Bhairon Villas Bikaner
  • Interview Anu
  • Kugti Pass / Himachal
  • Nepal

Stimmt ab auf unserem Blog oder Facebook (Kommentare). Unter den Teilnehmern verlosen wir dieses besondere Exemplar von „Holy Cow“ inklusive Widmung. 😀

Kalendertürchen vom 05.12. / Hugging and Kissing in India

Als Paar unterwegs in Indien, hier in Jaipur

Als Paar unterwegs in Indien, hier in Jaipur

Zu unserer Abschiedsfeier haben wir von unseren Freunden Kevin und Kumuda ein Buch mit diversen Fragen zu Indien’s Kultur und Gesellschaft geschenkt bekommen. Einige dieser Fragen möchten wir hier an dieser Stelle nun beantworten.

„Did you hug or kiss? If so what were the reactions of the outlookers?“
„Habt ihr euch öffentlich umarmt oder geküsst? Wenn ja, wie waren die Reaktionen darauf?“

Also in der Öffentlichkeit haben wir uns in Indien nie geküsst. Man sieht auch keine Menschen auf der Straße die sich so verhalten – insofern hat man selbst auch fast schon ein schlechtes Gewissen es zu tun. Das Umarmen oder Händchenhalten haben wir auf die dämmrigen Abendstunden verlegt und wenn uns dann doch mal jemand beobachtet hat, dann sind die Augen bei demjenigen auch schon merklich größer geworden.

Generell sollte man, wie auch in den meisten Reiseführern empfohlen, jeglichen Körperkontakt zwischen den beiden Geschlechtern vermeiden. Man erzeugt sowieso schon soviel Aufsehen auf der Straße, dass es da wirklich keiner Zärtlichkeiten bedarf.

In etwas kosmopolitischer bzw. touristischer geprägten Städten wie Bangalore oder Rishikesh sind diese Regeln in bestimmten Stadtteilen natürlich über die Jahre aufgeweicht worden und man kann dort unter Umständen sogar indische Pärchen Händchenhalten sehen.

Dass wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach richtig verhalten haben, bestätigte uns unsere Gastmutter in Kanchipuram. Sie sagte: „You are good people and nice to each other. You know how to behave correctly.“ – sinngemäß: „Ihr seid nett zueinander und wisst wie ihr euch richtig zu benehmen habt.“