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Kulinarisches

Cocktailrunde in Peru!

Pisco, nur echt aus Peru

Pisco, nur echt aus Peru 😉

Passend zum bevorstehenden Silvester möchten wir euch heute den Pisco Sour vorstellen – einen säuerlich-erfrischenden Drink, welchen wir als DAS (alkoholische) Nationalgetränk Perus kennenlernen durften. Dort gibt es den Pisco Sour fast überall – selbst in so manchen Chicken Fast Food Lokalen. Viele Peruaner genießen ihn als Aperitif vor dem Mittag- oder Abendessen. Doch auch als abendlicher Drink in einer Bar macht der Pisco Sour eine gute Figur. Es gibt ihn auch in weiteren Geschmacksrichtungen, z.B. Marajuca oder Ananas. Heute geht es uns aber um den klassischen Sour.

Pisco Sour Runde in Puno, am Titicaca See

Pisco Sour Runde in Puno, am Titicaca See

 

Pisco Sour Runde in Lima - hier in der Geschmacksrichtung Maracuja

Pisco Sour Runde in Lima – hier in der Geschmacksrichtung Maracuja

Wesentliche Zutaten sind:

  1. Pisco – ein Weinbrand aus Traubenmost, der im Original in der Region um die Stadt Pisco, südlich der peruanischen Hauptstadt Lima, mit den dort wachsenden Trauben hergestellt wird. Im Übrigen beansprucht Chile das Original für sich. Der regionale Ursprung scheint jedoch unverkennbar in der Region Pisco zu liegen. Allerdings ist Chile Exportanführer in Sachsen Pisco Spirituosen. Wie dem auch sei, dies scheint ein immerwährender Streitpunkt zwischen den beiden südamerikanischen Nationen Peru und Chile zu sein…
  2. Limettensaft – Limetten scheinen allgegenwärtig in Peru. Man bekommt sie überall zu extrem günstigen Preisen. Limetten sind nicht nur beim Mixen von Pisco Sour unerlässlich sondern auch wichtige Zutat beim Nationagericht der peruanischen Küste: Ceviche – ein in Limettensaft marinierter (roher) Fisch.
La Botija Pisco aus Peru

La Botija Pisco – unser Souvenir aus Peru

Zutaten für Pisco Sour

  • 3 Teile Pisco
  • 1 Teil (frischer) Limettensaft
  • 1 Teil Zuckersirup o. 2 TL Zucker
  • 1 kleines Eiweiß
  • Eiswürfel
  • Optional: eine Prise Zimt
  • Optional: 2 Tropfen Angosturabitter – ein Bitter, den wir selbst bei unserer Eigenkreation des Pisco daheim nicht vorrätig hatten…

Zubereitung von Pisco Sour

Man benötigt für die Zubereitung einen Cocktail Shaker oder schlicht einen Mixer (Blender). Pisco, Limettensaft, Sirup bzw. Zucker und das Eiweiß in den Shaker bzw. Mixer geben und alles kräftig durchmixen. Bildet das Eiweiß einen Schaum auf der Oberfläche, ist der Pisco Sour richtig. Das Ganze in Gläser mit Eiswürfel füllen und 2 Tropfen Angostura sowie eine Prise Zimt darauf. Fertig ist euer Peruanischer Drink. Salute!

Selbstgemachter Pisco Sour Selbstgemachter Pisco Sour

In diesem Sinne:

Wir wünschen euch ein gesundes und glückliches neues Jahr 2016!

Eure Anja & Markus (weiteweltweltweit.de)

Peru Lima Anthropologisches Museum

Nachdem wir schon bei unserem letzten Blogbeitrag ist Osteuropa verweilten, bleiben wir doch noch ein bisschen hier und versuchen uns an einem Rezept für Pierogi (oder Piroggi). Diese kleinen (manchmal auch großen) gefüllten Teigtaschen gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen der unterschiedlichsten Nationalküchen östlich von Deutschland. Von Polen, über die baltischen Staaten, bis nach Finnland (Karjalanpiirakka), Russland (Pelmeni oder Wareniki) usw. – ja, selbst in Kirgistan (Manty), Zentralasien, sind sie uns begegnet. Und selbst die tibetanischen Momos (Rezept gibt’s hier!) sehen den Pierogi ganz schön ähnlich…

Höchste Zeit also, das wir uns selbst einmal an Pierogi versuchen. Das tolle ist, dass man die Füllungen ganz individuell kreieren kann: mit Fleisch/ohne Fleisch, Käse, Gewürze, Kräuter, Gemüse usw.

Selbstgemachte Pierogi / Piroggen

Rezept für Pierogi

Zutaten für den Teig:

  • 4 Tassen Mehl (Weizen, Dinkel, Vollkorn oder Mischmehl)
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei
  • 2 TL Speiseöl, z.B. Olivenöl
  • 1 Tasse warmes Wasser

Zutaten für die Füllung:

  • 2-3 mehlig kochende Kartoffeln
  • 125g Quark oder Schafskäse oder Hirtenkäse
  • 4-5 Pilze, z,B. Champignons, Austernpilze
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleiner Bund Petersilie

Alternative Zutaten für kreative Füllingen:

  • Karotten
  • Rote Beete
  • Pastinaken
  • Sauerkraut
  • Tofu
  • Dill
  • Schnittlauch

Sonstige Zutaten:

  • Öl zum Anbraten
  • Sour Cream für das Topping

pierogi zutatenliste
Zubereitung:

Kartoffeln schälen und weich kochen oder dämpfen lassen. Währenddessen den Teig vorbereiten: Mehl in eine Schüssel, darauf Salz, Ei, Öl und die Hälfte des Wassers geben. Das ganze mit der Hand für etwa 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Bei Bedarf Wasser nachschütten. Der Teig muss weich und elastisch sein und darf nicht mehr kleben, Anschließen in ein Tuch wickeln und in den Kühlschrank stellen. Das verhindert das Austrocknen des Teigs.

Jetzt kommt die Füllung: Die weich gekochten Kartoffeln in einem tiefen Teller mit einer Gabel zerdrücken. Zwiebel und Pilze in sehr kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. Die Pilz-Zwiebel Masse zu den zerstampften Kartoffeln geben. Anschließend den Feta in sehr kleine Stücke schneiden, die Petersilie klein hacken und beides ebenfalls zu den Kartoffeln dazu. Das Ganze wird jetzt ordentlich miteinander vermengt.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Mittels eines Trinkglases oder einer Tasse lassen sich einfach kreisrunde Formen ausstechen. Auf die Mitte einen Teelöffel der Kartoffelfüllung geben und anschließend den Kreis zu einem Halbkreis zusammenklappen. Den Rand mit den Fingern zusammendrücken oder leicht zwirbeln.

Jetzt die Pierogi in einen Topf mit heißem, wallenden (nicht kochendem) Wasser geben, Sobald die Teigtaschen an die Oberfläche schwimmen aus dem Topf nehmen. Anschließend in einer heißen Pfanne mit etwas Öl kurz anbraten. Zum Servieren Sour Cream und nach belieben gebratene Ziebel sowie frische Petersilie reichen.

Zubereitung Pierogi

So, nun haben wir aber Hunger! Guten Appetit!

P.S.: Das Rezept könnt ihr so ähnlich auch in dem dem Buch „The world’s best street food“ aus dem Lonely Planet Verlag finden.

Rezept für thailändischen Klebereis mit Mango

Der Himmel in Thailand? Das ist Klebereis mit Mango! Der perfekte Nachtisch nach einem kulinarischen Abenteuer auf dem Nachtmarkt in Thailand. Das beste daran: Man kann es auch zu Hause nachkochen und so in Erinnerungen an den letzten Thailand Trip schwelgen.

Hier das Rezept: Der Klebereis braucht min. 12 Sunden Einweichzeit. Alle Zutaten bekommt ihr im Asialaden bzw. in größeren Supermärkten:

  • 1 Tasse Klebereis (Glutanious Rice), alternativ funktioniert es auch mit Milchreis bzw. Rundkornreis
  • 1 Tasse Kokoamilch
  • 1-2 EL Palmzucker, alternativ Brauner Rohrzucker
  • 1 reife Mango, alternativ Mango aus der Dose – auch mit Jackfruit schmeckt’s sensationell!
 Mango Sticky Rice in Thailand

Sticky Rice mit Mango in Thailand

Zubereitung Klebereis

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Taipei Cover Teil 2

Endlich…endlich! Hier der zweite Teil unserer Taipei Serie (Erster Teil, siehe hier!). Ich hoffe, ihr bekommt Lust die Taiwanesische Hauptstadt einmal mit eigenen Augen zu erleben! Hier gibt’s ein paar ganz persönliche Tipps, was man in der Metropole so alles anstellen kann sowie eine ganze Reihe nützlicher Links dahinter..

Taiwan China Taipei Map

 

Tipps für Taipei City – Sehenswürdigkeiten und Entdeckungen

In der Stadt wird es einfach nicht langweilig:

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Das Beste an Taiwan (unter anderem) ist das Essen! Und die beste Mahlzeit in Taiwan ist das Frühstück. Überall gibt es kleine Frühstücksshops, in denen es allerlei Köstlichkeiten gibt, wie Chinese Omelette, Sandwiches mit frischem Gemüse und Sprossen, Baozi (verschieden gefüllte, gedämpfte Teigtaschen), Reisrollen, Sojamilch und s.g. Radish Cake. Letzteres, der Radish Cake (ja, Rettichkuchen) oder 蘿蔔糕 (luo bo gao, wrtl. Karottenkuchen) ist einer meiner Lieblingsgerichte. Er wird hergestellt aus einem weißen Rettich, Reismehl und einigen Gewürzen. Das Ganze wird gedämpft, im Scheiben geschnitten und angebraten. Unsere Couchsurfer Gastgeberin Sherry meinte, Radish Cake sei ein gaaanz einfaches Rezept.

Nun, letztens hab ich’s mal ausprobiert: Im Prinzip nicht kompliziert…wenn man die richtigen Zutaten und Equipment hat. Am Ende ist unser Radish Cake wirklich gut geworden. Das Foto spricht doch für sich, oder? 😉

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Zur Info: Es gibt verschiedene Varianten des Radish Cake. Meistens wird er mit kleingeschnittener Wurst (ähnlich Speckwürfel) zubereitet. Hier gibt es jetzt die vegetarische (und sogar vegane) Variante als Rezept:

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oder: Was hat das alles mit Katzen zu tun?

Heute gibt’s einen kleinen Ausflug nach Borneo, genauer gesagt in die Stadt Kuching, wo wir diesen formschönen Pfefferstreuer erstanden haben. Dahinter verbirgt sich natürlich wieder eine kleine Geschichte.

Souvenir aus Kuching: Sarawak-Pfeffer und Katzen-Pfefferstreuer

Souvenir aus Kuching: Sarawak-Pfeffer und Katzen-Pfefferstreuer

Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt (nach Grönland und Neuguinea) und gehört im Norden zu Malaysia und dem Sultanat Brunei und im Süden zu Indonesien. Der indonesische Part wird Kalimantan genannt. Zu Malaysia zählen die Bundesstaaten Sabah im Nordosten und Sarawak im Norden.

Kuching – Hauptstadt Sarawaks

Wir haben damals im März 2013 Sarawak besucht und uns ein bisschen in die Hauptstadt des Bundesstaates verguckt: Kuching (ca. 700.000 Einwohner). Über zwei Wochen verbrachten wir in der Region. Kuching hat das, was eine quirlige malaysische Großstadt ausmacht: traditionelle Moscheen und moderne Shoppingmalls, dazu viel Chinesische Kultur in Form von farbenfrohen Tempeln und Nonya-Küche (malaysisch-chinesische Fusionsküche) sowie eine Prise Indisch. In Kuching gesellen sich dazu ein bisschen Gemütlichkeit, der würzige Duft kräftiger Sarawak Laksa (eine dicke Nudelbrühe – Rezept gibt’s hier auf weiteweltweltweit!) und ein reiches multi-ethnisches Erbe. Es sollen über 20 indigene Volksgruppen in Sarawak existieren. Nicht zu vergessen sind die Highlights der hiesigen Fauna: Orang-Utans, Nasenaffen und Nashornvögel. Letztere ist das Wappentier von Sarawak. Außerdem ist die Gegend um Kuching der Ort, an dem der Pfeffer wächst – der s.g. Sarawak Pfeffer.

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Sarawak Laksa: Guten Appetit!

Sarawak Laksa: Guten Appetit!

Laksa ist quasi das Nationalgericht in Malaysia (neben Nasi Lemak): eine kräftige Nudelsuppe bestehend aus diversen Gewürzen. Hier kommen insbesondere malayische und chinesische Einflüsse in der s.g. Nonya-Küche zusammen. Es gibt verschiedenste Zubereitungsformen, je nach Region. Die bekanntesten und leckersten Laksa-Suppen gibt es in Penang, Melaka, Singapur und Sarawak.

Uns hat es ganz besonders die Sarawak Laksa mit Kokosmilch angetan, die wir während unseres Aufenthaltes in Kuching auf Borneo genießen durften. Von dort haben wir uns gleich ein Päckchen mit der Laksa-Gewürzmischung mitgebracht. Vor wenigen Wochen haben wir die Laksa dann endlich selbst einmal gekocht und unseren Gästen vorgesetzt: Alle waren begeistert! Ihr vielleicht auch?

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Christmas everywhere, Have a look on this Christmas horse (in Freital, near Dresden)

Christmas everywhere, Have a look on this Christmas horse (in Freital, near Dresden)

This article is mainly adressed to our non-German speaking readers and our friends we’ve met during our trip(s) through Asia. Today I would like to introduce you to some German Christmas customs and give you some impressions from our new/old hometown (where we eventually went back just a couple of weeks ago): Dresden. You have to know: Dresden is going mad about Christmas. As a 500,000 inhabitants city it always proclaims itself as the German Christmas capital (now, you may laugh, my East Asian friends). But it’s true. The magic sweet Christmas moments in Dresden might be one of the best experiences you could make if you are aiming to explore the German customs and tastes during this season. So here we go!

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Indischer Masala Chai

Chai, ein süßes, würziges Tee-Milch-Gemisch ist in Indien allgegenwärtig. An jeder Ecke und zu jeder Tageszeit bekommt man ihn in den typischen Bechern aus Weißblech oder kleinen Gläsern serviert. Und wer schon einmal in Indien mit dem Zug unterwegs war, kennt den vertrauten Ruf des Chai-Wallah – des mobilen Chai-Verkäufers – wenn er nachts um 3:00 Uhr durch die Schlafwaggons rennt und aus voller Kehle schreit: „Chaiii, chaiii, chaiii!“

Chai bedeutet eigentlich einfach nur Tee. Sofort fällt da die Wortverwandtschaft zum russischen чай [chay} oder zum türkischen çay oder gleich zum chinesischen 茶 [cha] auf. Doch Tee wird in Indien nicht pur, sondern traditionell mit viel Milch, Zucker und einer mysteriösen Gewürzmischung getrunken. Eigentlich heißt es Masala (Mischung) Chai.

Seit einigen Jahren gilt Gewürztee in Europa / Deutschland unter dem Namen „Chai“ als Trendgetränk, der sich insbesondere in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit erfreut. Es gibt diesen s.g. Chai in allen möglichen Geschmacksrichtungen, darunter Süßholz (Lakritz), Matcha (Grüner Tee) usw., in Teebeuteln, Pulverform (Hallo, Chemie!) oder lose mit Gewürzen gemischt.

Heute möchte ich euch einmal ein Rezept für ‚authentischen‘ indischen Chai ans Herz legen, denn das ist eigentlich gar nicht so kompliziert. Noch ein Wort zur Gewürzmischung: Diese ist auch in Indien sehr verschieden und es gibt kein ultimatives Rezept dafür. Man kann also von daher ruhig ein bisschen herum probieren mit Kardamon, Nelken, Zimt und Co.

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Rezept: Indischer Chai

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Fressfest auf der Farm bei Hsinchu. In der Region leben besonders viele Hakka-Chinesen. Entsprechend findet man hier auch eine andere Küche Taiwans.

Fressfest auf der Farm bei Hsinchu. In der Region leben besonders viele Hakka-Chinesen. Entsprechend findet man hier auch eine andere Küche Taiwans.

Nachdem uns Indonesien mehr oder weniger kulinarische Abwechslung bieten konnte („Was willst du essen?“ – „Was gibt es denn?“ – „Reis oder Instant-Nudeln…die Qual der Wahl“), sind wir in Taiwan nicht nur in einem völlig neuen Kulturkreis gelandet, sondern auch in einer ganz anderen Küche. Ganz zu Schweigen von unserer Unkenntnis, ein chinesisches Menü zu lesen, begegnen uns hier doch sehr häufig Dinge, von denen wir nicht wissen, was das eigentlich Essbares da vor uns ist… Von anderen Dingen wissen wir es sehr wohl… Nunja, was soll man sagen: probieren geht über studieren. Hier nun eine kleine Fotogallerie unserer kulinarischen Abenteuer in Taiwan. Ihr könnt ja mal raten, welche „Leckerbissen“ wir tatsächlich probiert haben…

P.S.: Seid gewarnt, ihr könntet Hunger bekommen beim Anblick der einen oder anderen Bilder… 😉
P.P.S.: …und bei manchen Bildern könnte euch der Hunger vielleicht sogar vergehen… :-/ Read More