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Kulinarisches

Es wird mal wieder Zeit für ein neues Rezept aus der indischen Küche! Vielleicht ist es euch schon bei meinem ersten Rezeptbeitrag aufgefallen: die Indische Küche kennt kein Halten bei den Gewürzen. Also nur Mut!

Zubereitung von Dosa, SüdindienDosa!

Heute gibt es Dosa. Man umschreibt Dosa am besten mit einer Art Pfannkuchen aus fermentierten Reismehlteig. Auch Idly weden aus diesem Teig zubereitet. Die Herstellung ist recht Zeit aufwendig – wie so vieles in der indischen Kochkunst. Aber! Keine Panik! Hilfe kommt in den auch in Europa und Deutschland z kaufenden Fertigmischungen (z.B. von der Firma XY). Es gibt aber einen Trick, damit die Dosa trotzdem gut schmecken: Zu der angerührten Mischung fügt man noch etwas Joghurt hinzu und lässt es 10…15 Minuten stehen. Dann macht man die Dosa in der Pfanne ähnlich wie Crepe, hauchdünn. Dann werden sie besonders knusprig.

Zu Dosa gibt es meistens ein leckeres Chutney. Man kann sie aber auch süß essen. Auf den indischen Nutella-Gläsern sind Dosa abgebildet… 😉

Schmecken lassen!

Kokos-Koriander-Chutney

10-15 g Black Gran / Uri Dhal (Linsen)
1 Tasse geraspelte Kokosnuss
etwas geaspelter Ingwer
2-3 kleine Knoblauchzehen
Grüner Chilli, nach Geschmack
1 Bund frischer Koriander
etwas Tamarinde oder Cumin (nach Geschmack)
etwas Öl
etwas Salz

Erhitze das Öl in einer tiefen Pfanne oder Wok. Brate zuerst die Linsen, dann füge Chilli, Ingwer und Knoblauch hinzu. Umrühren und anbraten. Wenn die Zutaten braun werden, alles aus de Pfanne nehmen, bis auf das Öl. Die Kokosraspeln hinein geben und etwa 1 Minute umrühren. Koriander zekleinern und hinzufügen. Die Herplatte aus stellen und die restlichen Zutaten wieder hinzufügen. Alles etwas abkühlen lassen. Danach alles im Mixer zerkleinern, damit eine schöne Chutney Konsistenz ensteht. Fertig! Zusammen mit Chapatthi, Puri, Dosa, Idly etc. essen.

Koriander Chutney, SüdindienVariationen:
Ohne Koriander
Mit Minze
Mit Zwiebel
Mit Erdnüsse
einfach experimentieren!

Guten Appetit!

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Dosa Time!

Today I would like to offer you an easy doing Dosa recipe! Usually Dosa (and Idly) is made from a fermented ice dough. This might be a very time consuming procedure (as mostly of Indian recipes might be). Though, try the Dosa mixture you can even buy in european Asia Shops. Add some Joghurt and leave the mixture for 10…15 minutes. Then treat it like pancakes or crepe in a flat pan. The thinner you put the dough the crispier the Dosa.

Normally Dosa ae eaten with a nice Chutney. But there are also sweet varieties. The Indian ‚Nutella‘ Glass displays Dosas! 😉 Enjoy!

Coconut-Coriander-Chutney

10-15 g Black Gran / Uri Dhal (Lentils)
1 cup of scapped Coconut
little cushed Ginger
2-3 small Garlic
Green Chilli according to taste
1 bundle of fresh Coriander
little Tamarinde or Tumeric (as taste)
little Oil
little Salt

Heat the Oil in a deep pan or wok. First fry the Lentils. Add green Chilli, Ginger and Galic. Stir eveything until it gets a brown color. Remove all ingredients and leave the oil in the pan. Put the Coconut into the oil and stir nicely for 1 minute. Add the chopped Coriander and remove the pan from the oven. Get it cool down a bit, then mix with the rest of the ingendients and put it in a mixer to get a smooth texture of a chutney. Enjoy with Chapatthi, Puri, Dosa, Idly etc.

Variations:
Without Coriander
With Mint
With Onions
With Peanut
Experiment!

Bon Appetit!

Heute gibt es ein Rezept aus Britto’s Kueche. Sagt uns bescheid, wenn ihr es mal nachgekocht habt. 🙂

Chana Masala

(fuer 4-5 Personen)

Zutaten

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Endlich kommt der langersehnte Beitrag über das indische Essen! Yeah! Gruesse an dieser Stelle besonders an Sascha und Kevin! 🙂

Zunächst einmal sei gesagt: Indisches Essen ist nicht gleich indisches Essen! Genauso wie in den Mentalitäten, geschweige denn bei den Sprachen (darüber werden wir auch bald mal berichten…), gibt es enorme Unterschiede zwischen den Gerichten…insbesondere zwischen Nord- und Südindien. Da wir momentan im Bundesstaat Tamil Nadu, Südindien sind, können wir euch erst einmal nur von dem Essen hier berichten. Weitere Beiträge folgen also hoffentlich bald zum allseits beliebten Thema ‚Speisen und Getränke‘ 😉

Start in den Tag

Der Tag beginnt mit einem guten südindischen Frühstück! Das beinhaltet im Sueden meistens Idli oder Dosa mit einer Auswahl von 1-3 Soßen: Sambar, Chutney und/oder Pickles. Idli sind sowas wie dampfgegarte Brötchen aus Reismehl. Dosa sind große knusprige hauchdünne Crêpe. Lecker!!! Die Soßen sind immer herzhaft-scharf. Traditionell gibt es kein süßes Frühstück. Aber keine Panik! Man bekommt hier auch ganz normal Toast, Marmelade und Omlett. Haferflocken gibt’s auch manchmal. Bei RIDE bekommen wir immer drei Mahlzeiten am Tag und unsere Gastmutti Britto sorgt stets für Abwechslung 😉 Manchmal macht sie uns auch French Toast, den sie hier Bombay Toast nennt. Markus ist ein Fan davon. Anja mag eher Idli und Dosa…und dann gern auch mit Marmelade oooder mal Nutella (jawoll, uns geht’s also richtig gut beim Thema Essen). 😉

Vormittags und Nachmittags bekommen wir unsere tägliche Dosis Chai-Tee und Kaffee. Chai bekommt man an jeder Ecke, zu jeder Tageszeit. Ein Schwarztee aufgebrüht mit allerhand Gewürzen und gemischt mit Milch und Zucker. Filterkaffee gibt’s hier nicht. Aber mit dem löslichen Kaffee kocht unsere ‚Mutti‘ trotzdem immer guten Milchkaffee, mit einer Spur Kadamon.

Mahlzeit!

Das Mittagessen beinhaltet ’normalerweise‘ immer Reis. Nudeln gibt es hier übrigens nur, wenn man chinesisch bestellt… 😉 In den Restaurants bekommt man zu Mittagszeit oft das s.g. ‚Tali‘-Menü: ein großes Tablett mit vielen Vertiefungen. Für allerhand Sößchen, Chutneys, Relishs und ganz wichtig Sambar (gabs schon zum Fühstück). Sambar ist eine Art eingekochte Gemüße-Suppe-Brühe-Soße. Also recht flüssig, mit Gemüsestücken. Und Gewürzen natürlich. Das gießt man sich über den Reis, vermengt das ganze nach Belieben noch mit Chutney oder Beilagengemüse und ab in den Mund. Gegessen wird taditionell mit der rechten (!) Hand. Dazu gibt’s was zum Knuspern: Papadam fehlt Mittags eigentlich nie. Manchmal wird das Essen auch auf einem Bananenblatt seviert. Dieses soll besonderen Respekt gegenüber den Gästen ausdruecken…

Masala Spice

Das Abendessen gestaltet sich wieder als recht abwechslungsreich. Manchmal gibt es auch Dosa, Idli oder Reis. Oder eine der vielen anderen veschiedenen Fladenbrot-Vaianten: Puri, Roti, Chappatti… zusammen mit Masala (sowas wie Eintopf mit zich Gewuerzen), Sambar, Curry, Beilagengemüse.

Das beliebte Naan-Brot, was ihr vielleicht aus indischen Restauants kennt, gibt es in Südindien eher selten. Das wird eigentlich im s.g. Tandoori-Ofen gebacken, eher in Zental/Nordindien. Auch Dhal, die Linsensuppe gibts hier nicht. Man sollte also mal in Deutschland ein Südindisches Restauant aufmachen… 😉

Zu jeder Mahlzeit bekommen wir bei ‚Mutti‘ auch was frisches. Obst wie Bananan, Papaya, Mango (die Mangozeit ist jetzt leider zu Ende), Ganatapfel (die Saison beginnt gerade) oder Guaven… Frisches Gemuese, so wie wir es im Salat kennen, gibt es kaum. Eher mal ne Gurke. Aber sonst…kleingekochtes Gemuese.

Baeckereien und Suesses gibt es auch. Aber wie wir bereits von unserer lieben Freundin Kumuda wissen, moegen’s die Inder hier recht suess 😉

Einen Lassi, bitte!

In Sachen Getraenke habe ich ja schon den Chai genannt. Ansonsten ist noch der s.g. Lassi typisch indisch, ein Getraenk aus Joghurt-Buttermilch, oft durchgemixt mit Mango, Papaya, Ananas… Einfach lecker! Und ne halbe Mahlzeit. Ein Sattmacher ist auch der Mango-Saft namens Maaza (gehoert dem CocaCola Imperium). Aber schaut nicht auf den Zuckergehalt! Erfrischend ist die Lime-Soda, einfach ne kleine Limette, Zucker (oder Salz), Sprudelwasser. Ansonsten gibt es ueberall Obst/Saft-Staende, von denen man frisch gepressten Saft kaufen kann.

Biermaessig (jaa, das interessiert den Deutschen!) gibt’s hier n paar nette Kreationen. Klassich ueberall in Indien erhaeltlich ist Kingfisher Beer. Kingfisher ist ein Multikonzern, u.a. gehoert denen auch eine Fluglienie. Leider bekommen wir hier in Tamil Nadu oft nur die Strong Beer Variante… Dann gibt es noch fesche Biersorten wie British Empire, Vorion Light oder Max Kool. British Empire ist noch das trinkbarste. Wir haben vor kurzem Juergen und Dagmar, zwei Deutsche aus Duesseldorf kennen gelernt. Sie leben und arbeiten seit 6 Jahren nun schon in Indien und haben ein huebsches Anwesen. Juergen will unbeding versuchen Deutsches Bier zu brauen. Wir duerfen also gespannt sein 🙂

Fazit: So scharf iss’es gar nicht!

Nach ueber einem Monat indischer Kueche kann ich euch sagen, dass es gar nicht sooo gefuerchtet scharf ist. Das heisst, jawohl es ist scharf, aber ich hab’s mir schlimmer vorgetstellt. Eigentlich ist es sehr lecker!

Wenn ich euch also jetzt den Mund waessrig geredet habe, dann bleibt gespannt. Demnaechst wird es auch das eine oder andere Rezept aus Britto’s Kueche geben 😉

Alles Liebe & Gruesse an das Deutsche Vollkornbrot!,
Anja & Markus